z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 5

11Durch die Stimme derer, die das Wasser zwischen den Tränkrinnen verteilen,
werden die °gerechten Taten Adonajs erzählt, die gerechten Taten der eigenen Bauernschaft. Damals zog das Volk Adonajs zu den Toren. 12Wach auf, wach auf, Debora, wach auf, wach auf, sing ein Lied! Steh auf, Barak, und führe die gefangen, die dich fangen wollten, Sohn Abinoams! 13Damals ging ein Entronnener zu den Vornehmen hinab. °Volk Adonajs, herrsche mir unter den Helden! 14Aus Efraim: seine Sprösslinge sind bei den Leuten von Amalek! Dir nach, Benjamin, mit deinen Scharen! Aus Machir stiegen die herab, die anführten, und aus Sebulon die, die unter dem Stock eines Schreibers schleppten. 15Meine Oberhäupter aus Issachar: mit Debora, und Issachar mit Barak! Ihnen auf dem Fuß folgend, wurden sie in die Ebene geschickt. An den Bächen Rubens großes °Kopfzerbrechen! 16Warum sitzt du zwischen den Sattelkörben, um das Herbeipfeifen der Herden zu hören? An den Bächen Rubens großes °Herzerforschen!(148) 17Gilead blieb jenseits des Jordans sitzen, und Dan: Warum bleibt es bei den Schiffen? Ascher bleibt an der Meeresküste, sitzt bei seinen Buchten. 18Sebulon ist ein Volk, das sein °Leben bis zum Tod wagt, und auch Naftali auf den Höhen seines Gebietes. 19Könige kamen, kämpften, damals kämpften die Könige Kanaans bei Taanach an den Wassern Megiddos, Silberbeute nahmen sie nicht. 20Vom Himmel kämpften die Sterne, aus ihren Bahnen kämpften sie gegen Sisera. 21Der Kischonbach schwemmte sie weg, der altberühmte Bach. Tritt einher, meine °Seele, mit Kraft! 22Damals stampften die Hufe der Pferde vom wilden Galopp ihrer Hengste.(149)
23Verflucht Meros, sagte der °Bote Adonajs, verflucht, verflucht seine Einwohnerschaft. Denn sie kamen Adonaj nicht zu Hilfe, Adonaj nicht zu Hilfe unter seinen Kämpfenden. 24Gesegnet unter den Frauen sei Jaël, die Frau des Keniters Heber, vor den Frauen im Zelt sei sie gesegnet! 25Wasser erbat er, Milch gab sie, in einer Schale Vornehmer reichte sie ihm Dickmilch. 26Ihre Hand streckte sie zum Pflock, ihre Rechte zum Arbeitshammer, zerhämmerte Sisera, zerschlug seinen Kopf, zerschmetterte, durchbohrte seine Schläfe. 27Zwischen ihren Füßen sank er in die Knie, fiel nieder, lag da, zwischen ihren Füßen sank er in die Knie, fiel nieder; wo er in die Knie sank, fiel er nieder, erschlagen.(150) 28Durch das Fenster blickte, klagte Siseras Mutter durch das Gitter: ›Warum kommt sein Wagen so spät? Warum verspätet sich der Hufschlag seiner Streitwagen?‹ 29Die Weisheiten ihrer Sängerinnen singen ihr Antwort, ja, sie selbst wiederholt deren Worte: 30›Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute? Einen Schoß, zwei Schöße pro Kopf jeden Mannes, die Beute von ein, zwei bunten Kleidern für Sisera, ein buntes Tuch, zwei bunte Tücher, als Beute für die Hälse.‹ 31So mögen alle, die dir, Adonaj, Feind sind, zugrunde gehen! Die dich lieben sind wie die Sonne beim Aufgang in ihrer Pracht.«
Und das Land hatte 40 Jahre lang Ruhe.