z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 3

15Als die Israelitinnen und Israeliten zu Adonaj schrien, ließ Adonaj einen Befreier für sie aufstehen, den Ehud ben-Gera, einen Benjaminiter, einen Mann, der Linkshänder war. Die Angehörigen Israels sandten durch seine Hand °Tribut zu Eglon, dem König von Moab. 16Ehud machte sich ein etwa 20 Zentimeter langes Messer, das hatte zwei Schneiden. Er gürtete es unter seinem Kleid an seine rechte Hüfte. 17Er brachte den Tribut zu Eglon, dem König von Moab. Eglon aber war ein sehr fetter Mann. 18Als er schließlich den Tribut übergeben hatte, schickte er die Leute, die den Tribut getragen hatten, weg, 19er aber kehrte von den Bildern der Göttinnen und Götter, die in Gilgal waren, um und sagte: »Eine °Geheimsache habe ich für dich, König.« Er sagte: »Still!« Da gingen alle, die vor ihm gestanden hatten, hinaus. 20Ehud kam zu ihm, er aber befand sich im kühlen Obergemach, das für ihn alleine da war. Ehud sagte: »Ein °Gotteswort habe ich für dich.« Da stand er von seinem Thron auf. 21Ehud aber streckte seine linke Hand aus, nahm das Messer von seiner rechten Hüfte und stieß es in seinen Bauch. 22Da drang nach der Klinge sogar der Griff hinein und das Fett umschloss die Klinge, denn er zog das Messer nicht aus seinem Bauch. Die Klinge ging zum Hintern hinaus. 23Ehud ging durch den Abort hinaus. Er schloss die Türen des Obergemachs hinter sich ab und band sie zu. 24Als er gegangen war, kam seine Dienerschaft. Als sie nachschauten, waren die Türen des Obergemachs zugebunden. Sie sagten: »Sicher verrichtet er in der kühlen Kammer sein Geschäft.« 25Sie waren zu ihrer eigenen Schande unschlüssig, – niemand öffnete die Riegel des Obergemachs. Sie nahmen den Schlüssel und öffneten. Da war ihr Herr auf den Boden gefallen, tot. 26Ehud aber hatte sich während ihres Zögerns gerettet. Er ging an den Bildern der Göttinnen und Götter vorbei und rettete sich nach Seïra. 27Sobald er angekommen war, stieß er auf dem Efraimgebirge ins Schofar, und die Israelitinnen und Israeliten stiegen mit ihm vom Efraimgebirge hinunter, er vorneweg. 28Er sagte zu ihnen: »Jagt mir hinterher, denn Adonaj gibt eure moabitischen Feindinnen und Feinde in eure Gewalt.« Da stiegen sie hinter ihm her, nahmen die Furten des Jordans nach Moab ein und ließen niemanden hinübergehen. 29Sie schlugen Moab zu dieser Zeit, etwa 10.000 Menschen. Alle waren wohlgenährt und kriegserfahren, aber niemand konnte sich retten. 30So musste sich Moab zu dieser Zeit unter der Gewalt Israels ducken, und das Land hatte 80 Jahre Ruhe.
31Nach ihm kam Schamgar ben-Anat. Der schlug 600 philistäische Menschen mit einem Rindertreibstock. So befreite auch er Israel.