z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die Gemeinde in Korinth: Zweiter Brief

Kapitel 1

2Unter euch wohne °Gnade und Friede von Gott, unserem °Ursprung, und von Jesus Christus, °dem wir gehören.
3Gesegnet sei Gott, °wie Vater und Mutter für Jesus, den Messias und °Herrn über uns! Gesegnet sei Gott, die °väterliche Quelle des Erbarmens und aller Tröstung! 4Gott tröstet uns in jeder bedrängten Lage, so dass wir andere, die auf so viele Weisen bedrängt sind, trösten können mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. 5Denn so wie die Leidenserfahrungen des °Messias über die Maßen über uns hereinbrechen, so werden wir durch den Messias auch über die Maßen getröstet. 6Wenn wir in Gefahr sind, führt das zu Trost und °Rettung auch für euch. Wenn wir getröstet werden, erfahrt auch ihr Trost. Dieser zeigt seine Macht, wenn ihr dasselbe erleidet, was wir erleiden, ohne daran zu zerbrechen. 7Und unsere Hoffnung steht für euch auf festem Grund, weil wir wissen: Wie ihr das Leiden teilt, so teilt ihr auch die Tröstung.
8Denn wir wollen euch nicht verschweigen, liebe Brüder und Schwestern, dass wir in der Provinz Asia in eine beispiellose Gefahr geraten sind. Die Bedrohung ging über unsere Kraft, so sehr, dass wir am Leben verzweifelten. 9Wir selbst hatten uns in der Tat schon innerlich mit dem Todesurteil abgefunden. Wir vertrauten nicht mehr auf unsere eigene Kraft, sondern auf Gott: Gott lässt die Toten °aufstehen. 10Gott hat uns aus schrecklichen Todesnöten gerettet und wird uns erneut retten. Von Gott erhoffen wir Rettung wieder und wieder, 11wenn auch ihr durch euer Gebet für uns mithelft. So wird aus dem Mund vieler Menschen für die Zuwendung Gottes gedankt, die uns geschenkt wurde. 12Und darauf sind wir stolz – so bezeugt es unser Gewissen: Mit der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit Gottes führen wir unser Leben in der Welt und besonders gegenüber euch, nicht aufgrund °menschlicher Weisheit, sondern der °Zuneigung Gottes. 13Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und versteht. Doch ich hoffe, dass ihr es vollkommen verstehen werdet, 14wie ihr uns ja auch zum Teil verstanden habt: dass wir am Tag Jesu, °dem wir gehören, euer Stolz sind, wie auch ihr es für uns seid.
15Und mit diesem Zutrauen hatte ich zunächst die Absicht, zu euch zu kommen, damit ihr ein zweites Mal °Zuwendung erfahren hättet. 16Ich wollte bei euch durchreisen nach Mazedonien und dann wieder von Mazedonien zu euch kommen, um von euch nach Judäa entsandt zu werden. 17Bin ich denn leichtfertig vorgegangen, als ich dies plante? Oder unternehme ich, was ich will, in °allzu menschlicher Weise, so dass mein Ja gleichzeitig ein Nein sein kann? 18Doch °auf Gott ist Verlass, und deshalb ist unser Wort an euch kein Ja und Nein zugleich. 19Denn Gottes °Sohn, Jesus °Christus, der von uns unter euch verkündigt wurde, durch mich, Silvanus und Timotheus, existierte nicht als Ja und Nein zugleich, sondern in ihm wurde das Ja Wirklichkeit. 20Denn wie viele Verheißungen Gottes es auch gibt – in ihm sind sie bejaht. Darum sagen wir auch durch ihn das °Amen: Es werde wahr, auf dass Gott °aufstrahle. 21Gott salbt uns für unsere Aufgabe und stärkt uns im °Gesalbten zusammen mit euch. 22Gott hat uns das Siegel der Zugehörigkeit aufgedrückt und uns die °Geistkraft als eine Anzahlung in unsere °Herzen gegeben.
23Ich rufe aber bei meinem °Leben Gott an zu bezeugen, dass ich euch schonen wollte und deshalb nicht mehr nach Korinth gekommen bin. 24Wir °herrschen ja nicht über euer °Vertrauen, sondern arbeiten mit euch zusammen, damit ihr Freude gewinnt. Ihr steht sicher in eurem Vertrauen.