z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinde in Rom

Kapitel 9

5Ihnen gehören die °Väter und Mütter an, aus ihrer Mitte stammt der Messias. °Gott, lebendig über allem, sei gesegnet durch °Zeiten und Welten, °Amen.
6Keineswegs ist es so, als wäre das °Wort Gottes hinfällig geworden! Sind denn nicht alle aus Israel eben Israel? 7Nicht alle Nachkommen Abrahams aber gelten als Kinder. Es heißt: Nach Isaak soll deine Nachkommenschaft benannt werden. 8Das heißt: Die °leiblichen Kinder sind nicht als solche Gotteskinder, die Kinder der Verheißung aber werden als Nachkommen gezählt. 9Denn die Verheißung °lautet wie folgt: Zu dieser Zeit werde ich kommen und Sara wird einen °Sohn haben. 10Das Versprechen erging nicht allein an sie, sondern auch an Rebekka, die mit einem einzigen Mann schlief, mit Isaak, unserem Vater. 12Noch ehe die Kinder geboren waren, weder Gutes noch Böses getan hatten, wurde ihr gesagt: Der Ältere wird dem Jüngeren °als Sklave dienen. Dies geschah, damit die Entscheidung Gottes über die Auserwählung gültig bliebe. Sie ist nicht davon abhängig, was jemand zustande bringt, sondern allein von der, die ruft. 13So steht es geschrieben: Jakob habe ich geliebt, Esau aber abgewiesen.
14Was heißt das nun? Ist Gott etwa ungerecht? Gewiss nicht! 15Denn Gott spricht zu Mose: Ich will allen wohl, denen ich Wohlwollen schenken will. Ich fühle mit allen, denen ich mein Mitgefühl schenken will. 16Also kommt es nicht darauf an, was Menschen wollen oder wonach sie streben, sondern allein darauf, dass Gott barmherzig ist. 17Denn die Schrift spricht zum Pharao: Ich habe dich deshalb °in Erscheinung treten lassen, weil ich an dir meine Stärke zeigen will und damit mein Name überall auf der Welt bekannt gemacht wird. 18Die einen erfahren Barmherzigkeit, andere werden verhärtet – ganz wie Gott es will. 19Du wirst nun sagen: »Warum zieht Gott uns dann zur Rechenschaft? Wenn es so ist – wer hat sich denn je dem göttlichen Ratschluss widersetzt?« 20Mensch! Wer meinst du eigentlich zu sein, dass du Gott mit einer solchen Einstellung gegenübertrittst? Sagt etwa das Kunstwerk zur Künstlerin: »Warum hast du mich auf diese Weise geschaffen?« 21Hat nicht der Töpfer die Freiheit, über den Ton zu verfügen und aus derselben Masse Unterschiedliches zu formen: ein Gefäß, das zu ehrenwerten Zwecken genutzt wird, und eines zu weniger ehrenwertem Gebrauch? 22Gott wollte das Zorngericht zeigen und göttliche Kraft zu erkennen geben. Dabei trug Gott die Zorngefäße, die zum Untergang bestimmt waren, mit großer Geduld. 23An den Barmherzigkeitsgefäßen wollte Gott den Reichtum °göttlicher Klarheit zu erkennen geben. Sie wurden im Voraus hergestellt, damit sie Klarheit erlangen. 24Barmherzigkeitsgefäße zu sein, dazu hat Gott uns herausgerufen – nicht nur aus dem jüdischen Volk, sondern auch aus den °anderen Völkern. 25So spricht Gott durch Hosea: Ich werde ein °Volk als das meine rufen, das nicht mein Volk ist, und die Geliebte nennen, die nicht geliebt ist. 26An dem Ort, an dem zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie °Söhne und Töchter Gottes, der Lebendigen, gerufen werden. 27Jesaja aber verkündet über Israel: Selbst wenn die Töchter und Söhne Israels zahlreich wie der Sand am Meer wären, so wird doch nur ein Rest °gerettet werden. 28Denn die Lebendige wird das °Gesagte ausführen, sie erfüllt ihr Wort und macht kurzen Prozess. 29Dies entspricht dem, was Jesaja an anderer Stelle vorhergesagt hat: Wenn die Lebendige, mächtig über Heere, nicht Nachkommen unseres Volkes übrig gelassen hätte, wie Sodom wären wir geworden und Gomorra würden wir gleich.