z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinde in Rom

Kapitel 1

16Ich gehe das Wagnis ein, die Freudenbotschaft öffentlich zu verkünden. In ihr wirkt die Kraft Gottes zur °Befreiung aller, die auf sie vertrauen, jüdischer Menschen zuerst und dann auch griechischer. 17In ihr wird enthüllt, wie Gott °Gerechtigkeit schafft, als Quelle und Ziel des °Vertrauens. So steht es geschrieben: °Gerecht ist, wer Vertrauen lebt.

18Es ist nun offenbar, dass Gott vom Himmel her zornig Partei ergreift gegen jegliche Missachtung dessen, was göttlich ist, gegen jedes Unrecht von Menschen, die durch ihr ungerechtes Handeln die Wahrheit unterdrücken. 19Denn das, was von Gott erkannt werden kann, ist für sie sichtbar. Gott selbst hat es ihnen gezeigt: 20Seitdem die Welt geschaffen wurde, können die Augen der Vernunft die unsichtbare Gegenwart Gottes im Geschaffenen deutlich wahrnehmen, die immerwährende Kraft und Göttlichkeit. Für diese Menschen gibt es keine Entschuldigung. 21Denn obwohl sie Gott kannten, haben sie Gott nicht als Gott °geehrt oder gedankt, sondern haben sich durch ihr fehlgeleitetes Denken auf Abwege führen lassen. Ihr uneinsichtiges °Herz wurde finster. 22Indem sie sich damit brüsteten, weise zu sein, zeigten sie ihren Unverstand. 23Sie tauschten die °Verehrung der Gegenwart des unvergänglichen Gottes für die eines Standbildes ein, das die Gestalt eines korrupten Menschen hatte oder sogar die von Vögeln, vierfüßigen oder kriechenden Tieren. 24Deshalb überließ Gott sie der Gier ihrer uneinsichtigen Herzen, die sich auf das richtete, was ihre °Heiligkeit verletzt. Die Folge ist, dass sie bei dem, was sie einander antun, ihre °Körper mit Verachtung behandeln. 25Sie tauschten die göttliche Wahrheit gegen ein Trugbild ein, huldigten und dienten dem Geschöpf anstelle der Schöpfungsmacht – gesegnet sei sie durch °Zeiten und Welten, °Amen. 26Infolge dieser Übertretung überließ Gott sie verachtenswerten Leidenschaften. Frauen unter ihnen tauschten nämlich ihre naturgemäße passive Rolle gegen eine außerhalb der natürlichen Ordnung ein.(768) 27Ebenso gaben auch Männer den naturgemäßen Gebrauch von Frauen auf und entbrannten in Lust füreinander. Männer verletzten die Ehre anderer Männer, die Konsequenzen für ihren Irrtum haben sie am eigenen Leib zu tragen.
28Weil die Menschen es nicht für wert hielten, sich an Gott zu orientieren, überließ Gott sie ihrem wertlosen Denken, das sie dazu führte, Dinge zu tun, die göttlicher Weisung widersprechen: 29vollgestopft mit lauter Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht und Machtgier, strotzend von Missgunst, Morden, Streitsucht, Täuschung und Verschlagenheit. Sie intrigieren und 30denunzieren. Sie beschimpfen Gott, tun anderen Gewalt an und geben überheblich damit an. Sie stecken voll krimineller Energie, achten die Eltern nicht 31und sind dabei ohne Einsicht, unberechenbar, lieblos und unbarmherzig. 32Sie kennen die gerechte Ordnung Gottes genau, nach der diejenigen, die so handeln, der Macht des Todes ausgeliefert sind. Trotzdem tun sie es nicht nur selbst, sondern schenken auch anderen Beifall, die ebenso handeln.