z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel

Kapitel 19

26Und ihr seht und hört ja, dass nicht allein in Ephesus, sondern fast in der ganzen Provinz Asien dieser Paulus eine beträchtliche Anzahl von Menschen beschwatzt und verführt hat. Er behauptet, die von Händen gemacht werden, das seien keine °Göttinnen und Götter. 27Nicht nur dieser unser Geschäftszweig läuft Gefahr, in Verruf zu geraten, sondern es besteht auch die Gefahr, dass das Heiligtum der großen Göttin Artemis völlig sein Ansehen verliert und sie, die doch von der ganzen Provinz Asien und der gesamten Welt verehrt wird, künftig ihre Majestät einbüßt.« 28Als sie das hörten, packte sie die Wut und so schrien sie: »Groß ist die Artemis von Ephesus!« 29Und die ganze Stadt geriet durcheinander. Sie stürmten alle zusammen zum Theater, griffen sich mit Gewalt Gaius und Aristarch, die Reisegefährten des Paulus aus Mazedonien. 30Als Paulus zu der Versammlung hingehen wollte, ließen ihn die °Schülerinnen und Schüler nicht. 31Auch einige Mitglieder des Landtags der Provinz Asien, die Paulus zugetan waren, ließen ihm dringlich übermitteln, er solle sich nicht ins Theater begeben. 32Dort schrien nun die einen dies, die anderen das. Die °Versammlung war nämlich völlig chaotisch und die meisten wussten gar nicht, weshalb man überhaupt zusammengekommen war. 33Aus der Menge heraus ließ man den Alexander vortreten, nachdem er jüdischerseits vorgeschickt worden war. Alexander meldete sich zu Wort und wollte vor dem Volk eine Verteidigungsrede halten. 34Als sie jedoch bemerkten, dass er Jude war, erscholl ein einziger Ruf aus aller Mund. Etwa zwei Stunden lang schrien sie: »Groß ist die Artemis von Ephesus!« 35Der Stadtsekretär brachte die Menge zur Ruhe und sagte: »Volk von Ephesus! Wer in aller Welt wüsste denn nicht, dass die Stadt Ephesus Schirmherrin des Tempels der großen Artemis und ihres vom Himmel gefallenen Bildes ist? 36Da das nun unwidersprechlich zutrifft, müsst ihr euch ruhig verhalten und dürft nicht überstürzt handeln. 37Ihr habt diese Männer hergebracht, die doch weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern. 38Wenn also Demetrius und seine Handwerksleute gegen irgendjemanden etwas vorzubringen haben: Dafür werden Gerichtstage abgehalten und gibt es Prokonsuln; da sollen sie einander verklagen. 39Wenn ihr darüber hinaus noch etwas begehrt, so kann das in geregelter °Volksversammlung geklärt werden. 40Wir laufen ja Gefahr, wegen des heutigen Tags des Aufruhrs bezichtigt zu werden, weil es keinen Grund gibt, mit dem wir uns für diese Zusammenrottung rechtfertigen könnten.« Als er das gesagt hatte, löste er die °Versammlung auf.