z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel

Kapitel 10

2Er war fromm und °gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus, erwies dem jüdischen Volk viele Wohltaten und betete immer nur zu Gott. 3In einer Vision, etwa um die neunte Stunde des Tages, sah er deutlich, wie ein °Bote Gottes zu ihm hereinkam und ihm sagte: »Kornelius!« 4Er starrte ihn an und sagte erschrocken: »Was ist, °Herr?« Er sagte ihm: »Deine Gebete und deine Wohltaten sind hinaufgestiegen und Gott hat ihrer gedacht. 5Schicke also jetzt Männer nach Joppe, um einen gewissen Simon kommen zu lassen, der mit Beinamen Petrus heißt. 6Er ist zu Gast bei einem Gerber Simon, der ein Haus am Meer hat.« 7Als die °Engelsgestalt, die mit ihm geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei von seinen Sklaven herbei sowie einen frommen Soldaten von denen, die ihm treu ergeben waren, 8legte ihnen alles dar und schickte sie nach Joppe.
9Am nächsten Tag, als jene unterwegs waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus aufs Dach, um zur sechsten Stunde zu beten. 10Da bekam er Hunger und wollte essen. Während man ihm etwas zubereitete, überkam ihn eine Vision. 11Er sah den Himmel geöffnet und ein Behältnis, einem großen Leintuch gleich, herabkommen, das an seinen vier Zipfeln zur Erde herabgelassen wurde. 12In ihm waren alle Vierfüßler und Kriechtiere der Erde und die Vögel des Himmels 13und eine Stimme erging an ihn: »Auf, Petrus, schlachte und iss!« 14Petrus sagte: »Auf keinen Fall, °Herr! Habe ich doch noch nie irgendetwas gegessen, was vor Gott als °abscheulich und unrein gilt.« 15Aber die Stimme richtete sich wiederum an ihn: »Was Gott für rein erklärt hat, erkläre du nicht für abscheulich!« 16Das geschah noch ein drittes Mal und sogleich wurde das Behältnis in den Himmel hinaufgenommen.
17Als Petrus noch unsicher war, was die Vision, die er gesehen hatte, bedeuten könnte, da hatten sich die von Kornelius geschickten Männer schon zum Haus Simons durchgefragt und standen am Hofeingang. 18Sie riefen jemanden herbei und erkundigten sich, ob Simon, der mit Beinamen Petrus heißt, hier zu Gast sei. 19Während Petrus noch über die Vision nachdachte, sagte ihm die °Geistkraft: »Sieh doch, drei Männer verlangen nach dir! 20So °steh denn auf, steige hinab und gehe ohne Bedenken mit ihnen, da ich sie geschickt habe.« 21Petrus stieg zu den Männern hinab und sagte: »Seht her, ich bin's, nach dem ihr verlangt! Was ist der Grund, dass ihr hier seid?« 22Sie sagten: »Der Centurio Kornelius, ein °rechtschaffener und gottesfürchtiger Mensch mit einem guten Ruf beim ganzen jüdischen Volk, ist von einer heiligen °Engelsgestalt angewiesen worden, dich in sein Haus kommen zu lassen und zu hören, was du zu sagen hast.« 23Da bat er sie herein und nahm sie gastlich auf.
Am nächsten Tag brach er auf und ging mit ihnen; auch einige von den Geschwistern in Joppe begleiteten ihn. 24Am nächsten Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius hatte sie schon erwartet und Verwandte und die engsten Bekannten zusammengerufen. 25Als Petrus ankam, ging ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26Petrus °richtete ihn auf und sagte: »Steh auf! Auch ich bin nur ein Mensch.«