z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 8

12›Die auf den Weg fallen‹ : das sind die Menschen, die das Wort gehört haben. Aber dann kommt eine °diabolische Macht und nimmt das Wort aus ihren °Herzen, damit sie nicht °glauben und nicht gerettet werden. 13›Die auf den Felsen fallen‹ : das sind solche, die das Wort gehört haben und es mit Begeisterung aufnehmen, aber keine Wurzel haben. Die glauben nur für den Augenblick, im Moment der Prüfung jedoch machen sie sich davon. 14›Was ins Dorngestrüpp fällt‹ : das sind solche, die zwar gehört haben, die aber auf ihrem Weg durch Vorsorgen und Reichtum und Lebensgenüsse erstickt werden und keine Reife erlangen. 15›Was aber auf gute Erde fällt‹ : das sind die, die mit ihrem guten und liebenden °Herzen das Wort gehört haben. Sie behalten es und bringen Frucht in beharrlicher Kraft.
16Niemand zündet ein Licht an und deckt es dann mit einem Topf zu oder stellt es unter das Bett. Sondern man stellt es auf einen Leuchter, damit die Hereinkommenden seinen Schein sehen.
17Nichts ist so verborgen, dass es nicht entdeckt werden wird. Und nichts kann versteckt bleiben, was erkannt und ans Tageslicht kommen soll. 18Schaut nun, ob ihr das versteht: Die haben, denen wird noch gegeben. Und die nicht haben, denen wird noch genommen, was sie zu haben meinen.«
19Seine Mutter und seine Geschwister näherten sich ihm immer wieder und sie konnten wegen der Menschenscharen nicht mit ihm zusammentreffen. 20Sie ließen ihm ausrichten: »Deine Mutter und deine Geschwister stehen draußen und möchten dich sehen.« 21Er aber gab ihnen zur Antwort: »Die das °Wort Gottes hören und tun, sind mir Mutter und Geschwister.«
22Eines Tages stieg er mit seinen °Jüngern und Jüngerinnen in ein Schiff und sagte zu ihnen: »Lasst uns ans jenseitige Seeufer fahren!«, und sie fuhren los. 23Auf der Überfahrt aber schlief er ein. Da kam ein stürmischer Wind auf den See herab, und sie wurden voll erfasst und gerieten in Gefahr. 24Sie traten zu ihm, weckten ihn auf und riefen: »Meister, Meister, wir gehen zugrunde!« Er aber, sobald er erwacht war, drohte dem Wind und den Wellen des Wassers. Und diese legten sich, und es wurde ruhig. 25Er aber sagte zu ihnen: »Wo ist eure °Glaubensstärke?« Sie °fürchteten sich und staunten sehr und sagten zueinander: »Wer ist er, dass er den Winden und dem Wasser befehlen kann, und sie gehorchen ihm?«
26Und sie fuhren hinüber ins Gebiet von Gerasa, das Galiläa gegenüberlag. 27Als er ausstieg und das Land betrat, kam ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der von °Dämonen besessen war und seit einiger Zeit keine Kleider mehr trug und in keinem Haus mehr blieb, sondern auf Gräbern hauste. 28Als er Jesus sah, stieß er einen Schrei aus, warf sich vor ihm zu Boden und rief mit lauter Stimme: »Was ist zwischen dir und mir, Jesus, °Kind des °Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht.« 29Er befahl dem °unreinen °Geist, den Mann zu verlassen. Der hatte ihn seit langer Zeit an sich gerissen: Auch wenn er mit Ketten und Fußeisen gefesselt und bewacht war, zerriss er die Fesseln, und dann wurde er von der °dämonischen Kraft in die Wildnis getrieben. 30Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Legion«. Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren. 31Diese baten ihn, ihnen nicht zu befehlen, in die Unterwelt zu fahren. 32Dort auf dem Berg weidete eine große Herde Schweine. Sie baten ihn, er möge ihnen erlauben, in diese zu fahren. Er erlaubte es ihnen. 33Da verließen die dämonischen Kräfte den Mann und fuhren in die Schweine. Die Horde stürmte den Hang hinunter ins Wasser und ertrank.
34Als die Hirtinnen und Hirten sahen, was geschehen war, flohen sie und machten es in Stadt und Land bekannt. 35Die Leute kamen hinaus, um zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die °Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und bei vollem Verstand zu seinen Füßen. Da °fürchteten sie sich. 36Die das gesehen hatten, verkündeten den anderen, wie der °Besessene gerettet worden war.