z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 7

6Da ging Jesus mit ihnen. Als er aber nicht mehr weit weg vom Haus war, schickte der Hauptmann Freunde aus und ließ ihm sagen: »°Herr, bemühe dich nicht! Denn ich kann dich nicht angemessen unter meinem Dach empfangen. 7Ich hielt mich auch nicht für wert, dir entgegenzugehen. Aber sag ein °Wort, und mein Junge wird geheilt! 8Denn auch ich bin ein Mensch, der Mächten untergeordnet ist, und unter mir habe ich Soldaten. Wenn ich sage: Marschiert! Dann wird marschiert. Wenn ich sage: Kommt! So kommen sie. Wenn ich zu meinen °Sklavinnen und Sklaven sage: Macht das! So machen sie es.« 9Als Jesus das hörte, staunte er und wandte sich zur Menge, die ihm nachfolgte, und sagte: »Ich sage euch, nicht einmal in Israel habe ich solche °Glaubensstärke gefunden.« 10Und als die ausgeschickten Freunde ins Haus zurückkehrten, fanden sie den Sklaven gesund.
11Bald darauf gelangte er in eine Stadt namens Naïn, mit ihm gingen seine Jüngerinnen und Jünger und eine große Volksmenge. 12Als sie sich dem Stadttor näherten, seht, da kam gerade ein Trauerzug heraus. Der Tote war der einzige °Sohn seiner Mutter gewesen, und diese war bereits Witwe. Eine große Menge aus der Stadt begleitete die Frau. 13°Jesus sah sie, hatte Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: »So weine doch nicht!« 14Er trat an die Bahre heran und berührte sie, da blieben die, die sie trugen, stehen. Er sprach: »Junger Mann, ich sage dir, °steh auf!« 15Da setzte sich der Tote auf und begann zu reden, und er gab ihn seiner Mutter. 16Da wurden alle von °Ehrfurcht ergriffen und lobten °Gott und sagten: »Ein großer Prophet ist unter uns °aufgestanden.« Und: »Gott hat sich unserem °Volk rettend zugewandt.« 17Und dieses °Wort verbreitetete sich in ganz Judäa, sowie im benachbarten Land.
18Auch dem Johannes brachten seine °Schülerinnen und Schüler Nachricht über alle diese Dinge. Da rief Johannes zwei von ihnen zu sich 19und schickte sie zu °Jesus mit der Frage: »Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?« 20So gingen die Männer zu ihm und sprachen: »Johannes der °Täufer schickt uns zu dir mit der Frage: Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?« 21Gerade in dieser Zeit heilte er viele von ihren Krankheiten, Nöten und quälenden °Geistern, und vielen Blinden schenkte er Sehkraft. 22So antwortete er ihnen: »Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr gesehen und gehört habt:
Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden °rein, Taube hören, Tote °erheben sich – Arme bringen °frohe Botschaft! 23Und glücklich, wer sich an mir nicht aufreibt!«
24Als aber die °Boten des Johannes wieder gegangen waren, begann er zu den Scharen über Johannes zu sprechen: »Was habt ihr erwartet, in der Wildnis draußen zu sehen? Schilf, das sich unter dem Winde wiegt? 25Sicher nicht – aber was wolltet ihr denn sehen? Einen, der feine Kleider anhat? Ihr wisst ja, solche, die °prächtig gekleidet sind und in Überfluss leben, gibt es nur in den Königspalästen! 26Oder was habt ihr erwartet, draußen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet! 27Er ist derjenige, von dem es in der Schrift heißt: Seht, ich sende meinen °Boten vor dir her, der deinen Weg für dich vorbereitet. 28Ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist niemand größer als Johannes. Aber die Kleinsten in der °Königsmacht Gottes sind größer als er!« 29Und das ganze °Volk, das ihn hörte, und diejenigen, die im Zollhaus arbeiten, gaben Gott Recht, indem sie sich von Johannes °eintauchen ließen. 30Die von der pharisäischen Gruppe und die Torakundigen lehnten aber den Willen Gottes jenen gegenüber ab und ließen sich von ihm nicht eintauchen.