z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 4

5Und sie führte ihn hinauf und zeigte ihm alle °Reiche des Erdkreises in einem Augenblick. 6Und die teuflische Macht sprach zu ihm: »Dir will ich alle Macht und all ihren °Ruhm geben, denn mir gehören sie und ich gebe sie, wem ich will. 7Wenn du dich vor mir verbeugst, soll alles dir gehören.« 8Jesus aber antwortete ihm: »Es steht geschrieben: Du sollst die Lebendige, deinen °Gott, anbeten und nur ihr dienen.«
9Darauf führte die teuflische Macht ihn nach Jerusalem, stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: »Bist du ein °Gottessohn, so stürze dich hinab! 10Denn es steht geschrieben: Deinetwegen wird er seine °Engel senden, dich zu behüten, 11und sie werden dich auf Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße.« 12Jesus aber antwortete: »Es heißt: Du sollst die Lebendige, deinen °Gott, nicht reizen.« 13Und als die °teuflische Macht die Prüfung ganz vollendet hatte, blieb er von ihm fern bis zur gelegenen Zeit.
14Jesus kehrte voller °Geistkraft nach Galiläa zurück und man redete von ihm in der ganzen umliegenden Landschaft. 15Er lehrte in ihren °Synagogen, und alle °schätzten ihn sehr. 16Als er nach Nazaret kam, wo er aufgewachsen war, ging er wie immer am Sabbat in die Synagoge und °stand auf, um vorzulesen. 17Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben, und als er sie auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben stand:
18Die Geistkraft der Lebendigen ist auf mir, denn sie hat mich gesalbt, den Armen °frohe Botschaft zu bringen. Sie hat mich gesandt, auszurufen: Freilassung den Gefangenen und den Blinden Augenlicht! Gesandt, um die Unterdrückten zu befreien, 19auszurufen ein Gnadenjahr der Lebendigen! «
20Als er die Buchrolle geschlossen hatte, gab er sie dem Diener und setzte sich. Die Augen aller Menschen in der °Synagoge waren erwartungsvoll auf ihn gerichtet. 21Und er begann zu ihnen zu reden: »Heute hat sich diese Schrift in euren Ohren erfüllt.« 22Alle pflichteten ihm bei und äußerten ihre Verwunderung über die °wohlgefälligen °Worte, die aus seinem Mund kamen, und sagten: »Ist er nicht ein °Sohn des Josef?« 23Und er sprach zu ihnen: »Sicher werdet ihr dieses Gleichnis zu mir sagen: Arzt, heile dich selbst! So große Dinge sind in Kafarnaum geschehen. Mache sie auch in deiner Heimat!« 24Er fuhr fort: °»Amen,»Amen, ich sage euch: Kein Prophet und keine Prophetin ist angenehm für ihre Heimatstadt. 25Der Wahrheit gemäß sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen des Elija in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. 26Zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe nach Sarepta in Sidonien. 27Viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Keiner von ihnen wurde °rein – nur Naaman, der Syrer.« 28Als sie dies hörten, platzten alle in der Synagoge vor Zorn. 29Sie °erhoben sich und warfen ihn zur Stadt hinaus. Sie führten ihn sogar bis zum Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen.