z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 4

16Als er nach Nazaret kam, wo er aufgewachsen war, ging er wie immer am Sabbat in die Synagoge und °stand auf, um vorzulesen. 17Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben, und als er sie auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben stand:
18Die Geistkraft der Lebendigen ist auf mir, denn sie hat mich gesalbt, den Armen °frohe Botschaft zu bringen. Sie hat mich gesandt, auszurufen: Freilassung den Gefangenen und den Blinden Augenlicht! Gesandt, um die Unterdrückten zu befreien, 19auszurufen ein Gnadenjahr der Lebendigen! «
20Als er die Buchrolle geschlossen hatte, gab er sie dem Diener und setzte sich. Die Augen aller Menschen in der °Synagoge waren erwartungsvoll auf ihn gerichtet. 21Und er begann zu ihnen zu reden: »Heute hat sich diese Schrift in euren Ohren erfüllt.« 22Alle pflichteten ihm bei und äußerten ihre Verwunderung über die °wohlgefälligen °Worte, die aus seinem Mund kamen, und sagten: »Ist er nicht ein °Sohn des Josef?« 23Und er sprach zu ihnen: »Sicher werdet ihr dieses Gleichnis zu mir sagen: Arzt, heile dich selbst! So große Dinge sind in Kafarnaum geschehen. Mache sie auch in deiner Heimat!« 24Er fuhr fort: °»Amen,»Amen, ich sage euch: Kein Prophet und keine Prophetin ist angenehm für ihre Heimatstadt. 25Der Wahrheit gemäß sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen des Elija in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. 26Zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe nach Sarepta in Sidonien. 27Viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Keiner von ihnen wurde °rein – nur Naaman, der Syrer.« 28Als sie dies hörten, platzten alle in der Synagoge vor Zorn. 29Sie °erhoben sich und warfen ihn zur Stadt hinaus. Sie führten ihn sogar bis zum Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. 30Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.
31Er ging nach Kafarnaum hinunter, in eine galiläische Stadt, und lehrte sie am Sabbat. 32Sie staunten über seine Lehre, denn sein °Wort war voller Kraft. 33In der Synagoge war ein Mann, der von einem °unreinen und dämonischen °Geist besessen war. Der schrie mit lauter Stimme: 34»Ah, was sollen wir mit dir, Jesus Nazarener? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der °Heilige Gottes.« 35Jesus fuhr ihn an und rief: »Schweig still und fahr aus!« Da riss ihn der °Dämon in die Mitte und fuhr von ihm aus, ohne ihm Schaden zu tun. 36Über alle kam ein Staunen, und sie redeten untereinander und sagten: »Was ist das für eine °Rede? Er befiehlt den unreinen Geistern voller Autorität und Kraft, und sie fahren aus!« 37Die Nachricht über ihn drang in jeden Ort der Umgebung.
38Er °stand auf und ging aus der °Synagoge in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon aber litt an hohem Fieber und sie fragten ihn, ob er ihr helfen könne. 39Er trat nahe zu ihr, bedrohte das Fieber, und das Fieber verließ sie. Auf der Stelle °stand sie auf und °diente ihnen. 40Als aber die Sonne unterging, brachten sie alle ihre Leute zu ihm, die von vielen Krankheiten geschwächt waren. Er legte die Hände auf jeden und jede und heilte sie.