z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 11

14Er trieb eine °dämonische Macht aus, die stumm war. Und als sie ausgefahren war, da redete der Stumme und die Menschenscharen staunten. 15Einige von ihnen aber sagten: »Mit Hilfe von Beëlzebul, dem Obersten der dämonischen Mächte, treibt er die °Dämonen aus.« 16Andere forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. 17Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach: »Jedes °Reich, das in sich gespalten ist, wird verwüstet und Haus für Haus stürzt ein. 18Wenn aber die °satanische Macht in sich gespalten ist, wie wird ihr Reich bestehen? Denn ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe Beëlzebuls austreibe. 19Wenn ich aber mit Hilfe Beëlzebuls die Dämonen austreibe, mit wessen Hilfe treiben eure °Nachkommen sie aus? Deswegen werden sie selbst euch richten. 20Wenn ich aber durch den Finger Gottes die °dämonischen Mächte austreibe, dann ist ja die °Königsmacht Gottes zu euch gekommen!
21Solange eine starke Person bewaffnet ihren Palast bewacht, bleibt ihr Vermögen in Sicherheit. 22Sobald aber eine stärkere Person kommt und jene überwindet, nimmt sie ihr die ganze Bewaffnung, auf die sie sich verließ, und verteilt die Beute. 23Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut! 24Wenn der °unreine °Geist aus dem Menschen ausgefahren ist, durchstreift er wasserlose Orte und versucht, zur Ruhe zu kommen. Wenn er aber keine Ruhe findet, sagt er sich: Ich werde zurückgehen in mein Haus, woher ich gekommen bin. 25Und er geht und findet es gefegt und geschmückt. 26Dann geht er und nimmt sieben andere, noch üblere Geister mit sich, die dort einziehen und wohnen. Jenem Menschen, ob Mann oder Frau, wird es aber äußerst schlimm ergehen, noch ärger als vorher.«
27Während er so redete, erhob eine Frau aus dem Volk ihre Stimme und rief ihm zu: »Glücklich ist der Schoß, der dich getragen hat, und die Brust, an der du dich genährt hast!« 28Er antwortete und sprach: »In der Tat, glücklich sind, die das °Wort Gottes hören und bewahren.«
29Während sich die Scharen weiter hinzudrängten, begann er zu sprechen: »Diese Generation ist eine unglückliche: Sie bemüht sich um ein Zeichen, aber ihr wird kein Zeichen gegeben – außer dem Zeichen des Jona. 30Denn wie der Prophet Jona den Leuten von Ninive zum Zeichen wurde, so werde °ich dieser Generation zum Zeichen. 31Die Königin des Südens wird sich beim Gottesgericht zusammen mit Leuten dieser Generation °erheben und wird diese richten, denn sie kam von den fernsten Ecken der Erde, um die Weisheit Salomos zu vernehmen, und seht, hier ist mehr als Salomo. 32Die Leute aus Ninive werden im Gericht mit dieser Generation °auferstehen und sie richten, denn sie °kehrten aufgrund der Botschaft des Jona um, und seht, hier ist mehr als Jona.
33Niemand zündet ein Licht an und stellt es in ein Versteck, auch nicht unter den Scheffel(713), sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden es leuchten sehen. 34Das Licht des °Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge Wohlwollen ausstrahlt, leuchtet dein ganzer Leib. Wenn es aber durch Missgunst trübe blickt, so ist deine °Erscheinung düster. 35So schaue darauf, dass das Licht, das in dir ist, sich nicht verdüstert! 36Wenn dein ganzer Leib hell leuchtet, hat er nicht Teil am Düsteren. Die ganze Erscheinung wird leuchten, wie wenn ein Licht dich anstrahlen würde.«
37Als er so sprach, fragte ihn ein Pharisäer, ob er bei ihm essen würde. Er ging in sein Haus hinein und legte sich zu Tisch. 38Als der Pharisäer das sah, wunderte er sich darüber, dass er seine Hände vor dem Essen nicht °gewaschen hatte.