z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 10

18Er sagte zu ihnen: »Ich sah die °satanische Macht wie einen Blitz aus dem Himmel herabstürzen. 19Seht, ich gab euch die Macht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, sowie über die gesamte Kraft des Feindes – nichts wird euch mehr schaden können. 20Darüber hinaus freut euch nicht, dass die °Geister und Mächte euch untergeordnet sind, aber freut euch, dass eure Namen in den Himmeln aufgeschrieben stehen!«
21In dieser Stunde jubelte er, erfüllt von der heiligen °Geistkraft, und sprach: »Ich preise dich, °Schöpfer, °in deiner Hand sind Himmel und Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Törichten enthüllt hast. Ja, °Vater, denn so gefiel es dir! 22Alles ist mir übergeben von meinem °Vater, und niemand weiß, wer der °Sohn ist, nur der Vater, und wer der Vater ist, weiß nur der Sohn und wem der Sohn sich offenbaren will.«
23Und er wandte sich zu den °Jüngerinnen und Jüngern, die etwas abseits waren, und sagte: »Glücklich sind die Augen, die sehen, was ihr seht! 24Ich sage euch: Viele Prophetinnen und Propheten, Königinnen und Könige wollten sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, wollten hören, was ihr hört, und hörten es nicht.«
25Ein Toragelehrter °erhob sich, um ihn gründlich zu befragen und sprach: »Lehrer, was muss ich tun, damit ich am °ewigen Leben Anteil erhalten werde?« 26Er sprach zu ihm: »Was ist in der °Tora geschrieben? Wie liest du?« 27Er antwortete ihm:
»Du sollst die Lebendige, deinen °Gott, lieben aus deinem ganzen °Herzen und mit deinem ganzen °Leben und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deine Nächsten wie dich selbst.« 28Er sagte: »Du hast richtig geantwortet. Handle so und du wirst leben.« 29Jener wollte aber weiter Recht bekommen und sagte darum zu Jesus: »Und wer sind meine Nächsten?« 30Jesus nahm diese Frage auf und erwiderte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel Räubern in die Hände. Diese zogen ihn aus, misshandelten ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31Zufällig kam ein Priester des Weges, sah ihn und ging vorüber. 32Gleichermaßen kam ein Levit an dem Ort vorbei, sah ihn und ging vorüber. 33Da kam einer aus Samaria des Weges, sah ihn und hatte Mitleid mit ihm. 34Er ging zu ihm hin und verband seine Wunden, indem er Öl und Wein darauf goss, dann hob er ihn auf sein Tier, brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn dort. 35Am folgenden Tag nahm er zwei Denare, gab sie dem Wirt und sagte: ›Umsorge ihn! Und was du mehr ausgibst, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.‹ 36Was meinst du, welcher von den dreien sei der Nächste dieses Mannes geworden, der den Räubern in die Hände gefallen war?« 37Er sagte: »Der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat.« Jesus antwortete ihm: »So mache auch du dich auf und handle entsprechend!«
38Als sie sich aufmachten, ging er in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn auf. 39Und bei ihr war ihre Schwester, die hieß Maria. Diese setzte sich zu den Füßen des °Befreiers und hörte sein °Wort. 40Marta aber war vom vielen °Dienst beunruhigt. Sie trat herzu und sagte: »°Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein zurücklässt, um zu °dienen? Sprich mit ihr, damit sie mit mir zusammen Hand anlegt!« 41°Jesus antwortete und sprach zu ihr: »Marta, Marta, du sorgst dich und lärmst über die Vielheit. 42Eines aber ist nötig. Maria hat das gute Teil gewählt, das wird man nicht von ihr wegnehmen.«