z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 10

1Danach nahm °er mit großer Autorität 70 weitere Schülerinnen und Schüler auf und schickte sie zu zweit voraus in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. 2Er sagte zu ihnen: »Das Erntefeld ist groß, die Menge der Arbeiterinnen und Arbeiter aber gering. Bittet nun den °Herrn der Ernte, dass er Arbeitskräfte für sein Erntefeld sprießen lasse. 3Wohlan – seht, ich sende euch aus als Lämmer, die unter Wölfen leben müssen. 4Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche, keine Schuhe und hängt euch an niemanden unterwegs! 5Wo ihr aber in ein Haus eintretet, sagt als Erstes: ›°Friede diesem Haus!‹ 6Und wenn dort °Menschen leben, die Frieden lieben, wird euer °Friede auf ihnen ruhen. Wenn aber nicht, wird der Friede auf euch zurückkommen. 7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was von ihnen kommt. Denn wer arbeitet, hat Lohn verdient. Geht nicht von einem Haus zum anderen. 8Und wenn ihr in einen Ort kommt und Aufnahme findet, so esst, was euch gegeben wird. 9Heilt die Schwachen am Ort und sagt ihnen: ›Das °Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!‹ 10Wenn ihr aber in einen Ort kommt, wo ihr keine Aufnahme findet, geht hinaus ins Weite und ruft: 11›Wir schütteln den Staub von unseren Füßen, der sich von eurem Ort an uns geklebt hat! Trotzdem wisset: Die °Königsmacht Gottes ist nahe herbeigekommen!‹ 12Ich sage euch: Es wird Sodom am Gerichtstag erträglicher gehen als jenem Ort! 13Es ergeht dir schlecht, Chorazin, und dir, Betsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Kräfte gewirkt hätten, die unter euch gewirkt haben, hätten sie sich in Sack und Asche gesetzt und hätten längst °Buße getan. 14Ja, Tyrus und Sidon wird es erträglicher gehen im Gericht als euch. 15Und du, Kafarnaum, ob du bis zum Himmel erhoben wirst? Bis zum Hades wirst du hinabsteigen! 16Wer euch hört, hört mich, und wer euch ablehnt, lehnt mich ab. Wer aber mich ablehnt, lehnt die Macht ab, die mich gesandt hat.«
17Die 70 kehrten mit Freude zurück und sagten: »°Herr, auch die °dämonischen Kräfte haben sich uns in deinem Namen untergeordnet«. 18Er sagte zu ihnen: »Ich sah die °satanische Macht wie einen Blitz aus dem Himmel herabstürzen. 19Seht, ich gab euch die Macht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, sowie über die gesamte Kraft des Feindes – nichts wird euch mehr schaden können. 20Darüber hinaus freut euch nicht, dass die °Geister und Mächte euch untergeordnet sind, aber freut euch, dass eure Namen in den Himmeln aufgeschrieben stehen!«
21In dieser Stunde jubelte er, erfüllt von der heiligen °Geistkraft, und sprach: »Ich preise dich, °Schöpfer, °in deiner Hand sind Himmel und Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Törichten enthüllt hast. Ja, °Vater, denn so gefiel es dir! 22Alles ist mir übergeben von meinem °Vater, und niemand weiß, wer der °Sohn ist, nur der Vater, und wer der Vater ist, weiß nur der Sohn und wem der Sohn sich offenbaren will.«
23Und er wandte sich zu den °Jüngerinnen und Jüngern, die etwas abseits waren, und sagte: »Glücklich sind die Augen, die sehen, was ihr seht! 24Ich sage euch: Viele Prophetinnen und Propheten, Königinnen und Könige wollten sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, wollten hören, was ihr hört, und hörten es nicht.«
25Ein Toragelehrter °erhob sich, um ihn gründlich zu befragen und sprach: »Lehrer, was muss ich tun, damit ich am °ewigen Leben Anteil erhalten werde?«