z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 5

7und schrie mit lauter Stimme krächzend: »Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, du °Kind Gottes, der °Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!« 8Jesus hatte ihm nämlich gesagt: »Du unreiner °Geist, gib diesen Menschen frei!« 9Jesus fragte den Geist weiter: »Wie ist dein Name?« Der antwortete: »Legion ist mein Name, denn wir sind viele.« 10Er bat Jesus eindringlich, er möge sie nicht aus der Gegend fortschicken. 11Dort am Berg weidete gerade eine große Schweineherde. 12Die Geister baten Jesus: »Schick uns in die Schweine hinein, damit wir in sie hineinfahren.« 13Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die unreinen °Geister aus und in die Schweine hinein. Die Herde stürmte los – den Steilhang herab in den See. Es waren ungefähr 2000 Schweine, und sie ertranken alle im See. 14Ihre Hirten und Hirtinnen flohen und verkündigten es in der Stadt und auf dem Land. Da kamen die Leute, um zu sehen, was geschehen war. 15Und sie kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der die ›Legion‹ in sich gehabt hatte, ruhig dasitzen – er war bekleidet und hatte alle seine Sinne beieinander. Da fürchteten sie sich. 16Und die es gesehen hatten, berichteten ihnen, was mit dem Besessenen und den Schweinen geschehen war. 17Und sie fingen an, Jesus zu bitten, er möge doch aus ihrem Gebiet fortziehen. 18Als er ins Schiff stieg, bat ihn der ehemals Besessene, bei ihm bleiben zu dürfen. 19Doch Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm: »Geh nach Hause zu den Deinen und verkündige ihnen, was Gott dir Großes getan hat und wie sie sich deiner erbarmt hat.« 20Da ging er fort und begann in den zehn Städten, der Dekapolis, zu verkündigen, was Jesus ihm Großes getan hatte, und alle wunderten sich.
21Als Jesus mit dem Boot ans andere Ufer übersetzte, versammelte sich wieder eine große Menschenmenge um ihn, und er blieb dicht am See stehen. 22Da kam Jaïrus, vom Vorstand der Synagoge, sah ihn und fiel vor seinen Füßen nieder. 23Jaïrus bat ihn eindringlich: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm doch und lege die Hände auf sie, damit sie gesund wird und lebt.« 24Da ging Jesus mit ihm.
Eine große Menschenmenge folgte Jesus nach und drängte sich um ihn. 25Da gab es eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt 26und von vielen Ärzten vieles erlitten hatte. Sie hatte ihr ganzes Hab und Gut eingesetzt und ihr war doch nicht geholfen worden. Stattdessen wurde ihre Krankheit immer schlimmer. 27Die hörte von Jesus, näherte sich in der Menschenmenge und berührte von hinten sein Gewand. 28Denn sie sagte sich: »Wenn ich ihn berühre, und sei es nur sein Gewand, werde ich gesund werden.« 29Im gleichen Augenblick hörte ihr Blut auf zu fließen, und sie spürte an ihrem °Körper, dass sie von ihrem Leiden befreit war. 30Gleichzeitig fühlte auch Jesus an sich, wie die Kraft aus ihm herausfloss, drehte sich in der Menschenmenge um und fragte: »Wer hat mich am Gewand berührt?« 31Da sagten seine °Jüngerinnen und Jünger zu ihm: »Du siehst doch, wie die Menschenmenge sich um dich drängt, und du fragst: Wer hat mich berührt?«