z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 14

24Jesus sprach weiter: »Das ist mein Blut des °Bundes, das für alle vergossen wird. 25Ja, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich sie in der °Welt Gottes neu trinken werde.« 26Am Schluss des Pessachmahls priesen sie Gott mit einem Lied.
Dann gingen sie hinaus auf den Ölberg. 27Jesus sagte zu ihnen: »Ihr werdet alle den Weg der Gerechtigkeit verlassen, wie geschrieben steht: Ich werde Hirt und Hirtin schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. 28Aber nachdem ich °auferweckt worden bin, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.« 29Petrus versprach: »Wenn auch alle den Weg der Gerechtigkeit verlassen, ich werde es nicht tun.« 30Da entgegnete ihm Jesus: »Ja, ich sage dir: Noch heute in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal bestreiten, dass du mich kennst.« 31Der aber erwiderte voller Eifer: »Selbst wenn ich zusammen mit dir sterben müsste, würde ich nicht abstreiten, zu dir zu gehören.« Ebenso äußerten sich auch alle anderen.
32Sie kamen zu einem Olivenhain namens Getsemani. Da sagte er zu seinen °Jüngerinnen und Jüngern: »Setzt euch hier so lange hin, bis ich gebetet habe.« 33Petrus, Jakobus und Johannes nahm er mit. Zittern, Zagen und große Furcht erfassten ihn. 34Da sagte er zu ihnen: »Tief in °mir bin ich traurig, todtraurig. Bleibt hier und wacht.« 35Er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorüberginge. 36Er sagte: »°Gott, Ursprung, von dem ich herkomme, dir ist alles möglich. Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch es geschehe nicht, was ich will, sondern was du willst.« 37Er ging zurück, fand sie schlafend und sagte zu Petrus: »Simon, schläfst du etwa? Hast du nicht die Kraft, auch nur eine Stunde zu wachen? 38Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Euer Wollen ist stark, euer °Körper mit seinen Grenzen aber macht euch schwach.« 39Wieder entfernte er sich und betete dieselben °Worte noch einmal. 40Zum wiederholten Mal kehrte er zurück und fand sie schlafend, denn die Augen waren ihnen vor Müdigkeit zugefallen. Und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41Später kam er zum dritten Mal und sagte zu ihnen: »Schlaft noch ein wenig, entspannt euch. Denn bald ist es so weit. Die Stunde ist gekommen, siehe, der °Mensch wird übergeben in die Hände °derer, die unrecht handeln. 42Steht auf, lasst uns gehen. Der mich ausliefert, ist nahe.«
43Noch während er dies sagte, trat Judas, einer der °Zwölf, hinzu und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Holzknüppeln, die von den Hohenpriestern, einigen Toragelehrten und Ältesten geschickt worden waren. 44Der ihn ausliefern wollte, hatte mit ihnen als Zeichen verabredet: »Es ist der, den ich küssen werde. Ergreift ihn und führt ihn gut gesichert ab.« 45So ging Judas auf ihn zu, begrüßte ihn mit der Anrede »Rabbi« und küsste ihn. 46Da packten sie ihn mit ihren Händen und nahmen ihn fest. 47Einer der Dabeistehenden zog das Schwert und schlug einem °Sklaven des Hohenpriesters das Ohr ab. 48Da ergriff Jesus das Wort: »Wie gegen einen Straßenräuber seid ihr mit Schwertern und Holzknüppeln hergekommen, um mich festzunehmen.