z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 12

18Sadduzäische Menschen kamen zu ihm, die überzeugt sind, es gebe keine °Auferstehung von den Toten. Die fragten ihn: 19»Lehrer, Mose hat uns doch das Gebot gegeben, die Frau des verstorbenen Bruders zu heiraten, wenn der keine Kinder hinterlassen hat, und Samen für den toten Bruder zu spenden. 20Nun waren einmal sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb und hatte kein Kind gezeugt. 21Der zweite heiratete sie, starb und hatte auch kein Kind gezeugt. Der dritte ebenso. 22Alle sieben zeugten keine Kinder. Zuletzt von allen starb auch die Frau. 23Wem wird sie bei der Auferstehung als Frau gehören? Denn alle sieben hatten sie zur Frau.« 24Jesus erwiderte: »Irrt ihr euch nicht, weil ihr weder die Schriften noch die verwandelnde Kraft Gottes kennt? 25Denn wenn sie von den Toten °auferstehen, so heiraten sie nicht und werden auch nicht geheiratet, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 26Was aber die Toten betrifft, dass sie °auferweckt werden: Habt ihr im Buch Mose nicht in der Geschichte vom Dornbusch gelesen, wie Gott zu ihm sprach: ›°Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs; Gott Saras und Hagars, Rebekkas, Leas und Rahels bin ich‹. 27Es ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen! In vielem irrt ihr euch.«
28Einer von den toragelehrten Frauen und Männern trat hinzu. Er hatte gehört, wie sie diskutierten, und hatte bemerkt, dass Jesus Fragen gut beantwortete. Er fragte ihn: »Welches ist das wichtigste aller °Gebote29Jesus antwortete: »Das wichtigste ist: Höre, Israel!(695) Gott ist für uns °Gott, einzig und allein Gott ist Gott. 30So liebe denn Gott, °Gottheit für dich, mit °Herz und Verstand, mit jedem °Atemzug, mit aller Kraft. 31Das zweitwichtigste Gebot lautet: Liebe deine Nächste und deinen Nächsten, wie du dich selbst liebst. Kein anderes Gebot ist größer als diese zwei.« 32Da sprach der Toragelehrte zu ihm: »Gut, Lehrer, der Wahrheit entsprechend hast du gesagt: Gott ist einzig, und es gibt keine andere Gottheit neben ihr. 33Gott von ganzem °Herzen, mit all unserem Verstand und all unserer Kraft zu lieben und meine Nächsten zu lieben, wie ich mich selbst liebe – das ist weit wichtiger als alle Gaben zum Verbrennen und °Schlachten34Als Jesus sah, dass er mit Verstand geantwortet hatte, sagte er zu ihm: »Du bist nicht weit entfernt von Gottes °Reich.« Da wagte niemand, Jesus noch etwas zu fragen.
35Jesus erhob die Stimme und lehrte im Tempel: »Wie können die toragelehrten Frauen und Männer sagen, dass der °Messias der Nachkomme Davids ist? 36David selbst sagte doch, erfüllt von heiliger °Geistkraft: › Gott sprach zu meinem °Herrscher: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel unter deine Füße lege.‹ 37Er, David, nannte ihn Herrscher; wie kann er dann sein Nachkomme sein?« Und das ganze Volk hörte Jesus gerne zu.
38Er lehrte: »Seht euch vor solchen Toragelehrten vor, die gern in langen Gewändern umhergehen, die Grüße auf den Marktplätzen ebenso lieben wie 39Ehrenplätze in den °Synagogen und bei den Mahlzeiten. 40Sie verschlingen die Häuser der Witwen und beten zum Schein besonders lang. Sie werden einen umso schlimmeren Urteilsspruch empfangen.«
41Jesus setzte sich im Tempel in die Nähe der Schatzkammer und beobachtete, wie das Volk Geldmünzen in die Schatzkammer warf. Viele Reiche warfen viel hinein. 42Da kam eine bettelarme Witwe und warf zwei kleine Geldmünzen hinein, die nur wenig wert waren.