z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 10

31Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.
32Zu Fuß zogen sie hinauf nach Jerusalem. Jesus lief vorneweg, und sie erschraken. Denn die Gefährtinnen und Gefährten fürchteten sich. Wieder nahm er die °Zwölf beiseite und ergriff die Gelegenheit, um ihnen zu sagen, was ihm zustoßen werde: 33»Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der °Mensch wird den Hohenpriestern und toragelehrten Frauen und Männern übergeben werden. Die werden ihn zum Tod verurteilen und den °Völkern überlassen. 34Diese werden ihn verspotten, anspucken, auspeitschen und töten. Und nach drei Tagen wird er °auferstehen35Jakobus und Johannes, die °Söhne des Zebedäus, traten zu Jesus und sprachen ihn an: »Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.« 36Er antwortete: »Was soll ich denn für euch tun?« 37Sie sagten zu ihm: »Gewähre uns, dass wir in deinem °Glanz rechts und links neben dir sitzen.« 38Jesus entgegnete: »Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Habt ihr die Kraft, den Kelch zu trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe °getauft zu werden, mit der ich getauft werde?« 39Sie antworteten: »Wir haben die Kraft dazu.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und ihr werdet mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde. 40Aber über das Sitzen an meiner rechten oder linken Seite habe ich nicht zu entscheiden, sondern darüber entscheidet Gott.« 41Als die zehn anderen das hörten, wurden sie zornig auf Jakobus und Johannes. 42Da rief Jesus sie zu sich und sagte zu ihnen: »Ihr wisst doch: Die als Herrscherinnen und Herrscher über die °Völker gelten, herrschen mit Gewalt über sie, und ihre Anführer missbrauchen ihre Amtsgewalt gegen sie. 43Bei euch soll das nicht so sein! Im Gegenteil: Wer bei euch hoch angesehen und mächtig sein will, soll euch °dienen, 44und wer an erster Stelle stehen will, soll allen wie ein °Sklave oder eine Sklavin zu Diensten stehen. 45Denn der °Mensch ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und das eigene °Leben als Lösegeld für alle zu geben.«
46Sie kamen nach Jericho.
Als er mit seinen °Jüngerinnen und Jüngern und einer großen Menge Volk wieder aus Jericho wegzog, saß am Weg Bartimäus, der °Sohn des Timäus, ein blinder Bettler. 47Als er hörte, es sei Jesus aus Nazaret, begann er laut zu schreien: »°Nachkomme Davids, Jesus, erbarm dich meiner!« 48Viele herrschten ihn an, er solle den Mund halten. Doch da schrie er noch viel lauter: »Nachkomme Davids, erbarm dich meiner!« 49Abrupt blieb Jesus stehen und sagte: »Ruft ihn her.« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Sei guten Mutes, steh auf, er lässt dich rufen.« 50Er warf sein Obergewand fort, sprang auf seine Füße, kam zu Jesus, 51und Jesus fragte ihn: »Was soll ich für dich tun?« Der Blinde antwortete: »Mein Rabbi, mach, dass ich sehen kann.« 52Jesus daraufhin: »Geh, dein °Vertrauen hat dich gesund gemacht.« Mit einem Mal konnte er sehen. Und auch er zog mit Jesus davon.