z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 10

17Als Jesus sich auf den Weg machte, kam einer herbeigelaufen, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: »Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich Anteil am °ewigen Leben erhalte?« 18Jesus entgegnete ihm: »Was nennst du mich gut? Niemand ist gut außer °Gott allein. 19Die °Gebote kennst du: Du sollst nicht töten! Du sollst keine Ehe brechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst keine falschen Aussagen machen! Du sollst keinen Raub begehen! Halte deinen Vater und deine Mutter in Ehren!« 20Da antwortete der andere: »Lehrer, das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.« 21Jesus blickte ihn an, umarmte ihn voll Zuneigung und sagte zu ihm: »Eins fehlt dir: Geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen! Dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Danach komm her, folge mir nach!« 22Der andere wurde über diese Antwort sehr traurig und ging niedergeschlagen fort; denn er hatte viele Besitztümer. 23Da schaute sich Jesus um und sagte zu seinen °Jüngerinnen und Jüngern: »Wie schwer werden alle, die etwas besitzen, in Gottes °Reich hineingelangen!« 24Die Jüngerinnen und Jünger erschraken über seine Worte. Wieder antwortete Jesus ihnen: »Kinder, wie schwer ist es, in Gottes Reich hineinzugelangen! 25Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr hindurchzukommen, als für Reiche, in Gottes Reich hineinzugelangen.« 26Da entsetzten sie sich völlig und sprachen zueinander: »Wer kann dann heil werden?« 27Jesus blickte sie an und sagte: »Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott. Denn bei Gott ist alles möglich.« 28Petrus ergriff das Wort und sagte zu ihm: »Siehe, wir ließen alles stehen und liegen und sind dir nachgefolgt.« 29Jesus entgegnete: »Ja, ich sage euch: Alle, die meinetwegen und wegen der °frohen Botschaft Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, °Vater, Kinder oder Felder verlassen haben, 30werden hundertfach empfangen: jetzt in dieser Zeit Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Felder – wenn auch unter Verfolgungen. Und in der kommenden °Ewigkeit das ewige Leben. 31Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.
32Zu Fuß zogen sie hinauf nach Jerusalem. Jesus lief vorneweg, und sie erschraken. Denn die Gefährtinnen und Gefährten fürchteten sich. Wieder nahm er die °Zwölf beiseite und ergriff die Gelegenheit, um ihnen zu sagen, was ihm zustoßen werde: 33»Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der °Mensch wird den Hohenpriestern und toragelehrten Frauen und Männern übergeben werden. Die werden ihn zum Tod verurteilen und den °Völkern überlassen. 34Diese werden ihn verspotten, anspucken, auspeitschen und töten. Und nach drei Tagen wird er °auferstehen35Jakobus und Johannes, die °Söhne des Zebedäus, traten zu Jesus und sprachen ihn an: »Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.« 36Er antwortete: »Was soll ich denn für euch tun?« 37Sie sagten zu ihm: »Gewähre uns, dass wir in deinem °Glanz rechts und links neben dir sitzen.« 38Jesus entgegnete: »Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Habt ihr die Kraft, den Kelch zu trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe °getauft zu werden, mit der ich getauft werde?« 39Sie antworteten: »Wir haben die Kraft dazu.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und ihr werdet mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde. 40Aber über das Sitzen an meiner rechten oder linken Seite habe ich nicht zu entscheiden, sondern darüber entscheidet Gott.« 41Als die zehn anderen das hörten, wurden sie zornig auf Jakobus und Johannes.