z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 8

10Als Jesus das hörte, staunte er und sagte zu den Menschen, die ihm gefolgt waren: »°Wahrhaftig, ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich solch' ein °Vertrauen gefunden. 11Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und in °Gottes Welt beim Festmahl lagern mit Abraham, Isaak und Jakob. 12Doch manche °Kinder °Gottes werden nach draußen in den finsteren Kerker geworfen werden. Dort werden sie weinen und vor Todesangst mit den Zähnen knirschen.« 13Dann sagte Jesus zum Hauptmann: »Geh nun, es wird für dich so geschehen, wie du geglaubt hast.« Und sein Sklave wurde in dieser Stunde gesund.
14Als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter fiebernd daniederliegen. 15Sofort ergriff er ihre Hand, das Fieber ließ sie los, und sie stand auf. Sie °folgte Jesus nach. 16Als es Abend geworden war, brachten die Leute viele von Dämonen Besessene zu ihm. Er trieb die °Geister mit einem Wort aus und heilte alle Kranken. 17So sollte das Wort erfüllt werden, das durch den Propheten Jesaja gesagt wurde: Er hat unsere Leiden weggenommen und unsere Krankheiten fortgetragen.
18Als Jesus die Volksmenge um sich herum sah, verlangte er, dass sie ans andere Ufer gingen. 19Da kam ein Toragelehrter zu ihm und sagte: »Lehrer, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.« 20Jesus sagte zu ihm: »Die Füchse haben Höhlen und die Vögel der Lüfte haben Nester. Der °Mensch hat keinen Platz, wo er seinen Kopf hinlegen kann.« 21Ein anderer aus dem Kreis seiner °Jüngerinnen und Jünger sagte zu ihm: »°Auf dich höre ich, erlaube mir, vorher fortzugehen und meinen °Vater zu begraben.« 22Jesus jedoch sagte zu ihm: »Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben.«
23Jesus stieg in das Boot, und seine °Jüngerinnen und Jünger folgten ihm. 24Und da: Ein großes Beben erschütterte den See, so dass die Wellen in das Boot schlugen. Doch Jesus schlief. 25Sie kamen, weckten ihn und riefen: »°Wir gehören dir, rette uns! Wir gehen unter!« 26Und Jesus sagte zu ihnen: »Wie ängstlich ihr seid; ihr habt wenig Vertrauen!« Dann stand Jesus auf und tadelte die Winde und den See. Und es entstand eine große Stille. 27Die Leute staunten sehr und sagten: »Was ist das für einer, dass ihm auch die Winde und das Meer gehorchen?«
28Als er ans andere Ufer ins Gebiet der Leute von Gadara kam, begegneten ihm zwei von Dämonen Besessene. Sie waren aus den Grabstätten herausgekommen und sehr aggressiv, so dass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. 29Und, seht, sie schrien laut: »Was haben wir und du schon gemeinsam, °Kind Gottes? Bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?« 30In einiger Entfernung von ihnen weidete eine große Schweineherde. 31Die Dämonen baten ihn: »Wenn du uns vertreibst, dann schicke uns in die Schweineherde.« 32Er sagte zu ihnen: »Geht zu ihnen!« Sie gaben die Menschen frei und bemächtigten sich der Schweine. Und seht, da stürmte die ganze Herde den Abhang hinab in den See, und sie kamen im Wasser um. 33Die Hirtinnen und Hirten rannten davon und kamen in die Stadt und machten alles bekannt, auch das von den Besessenen. 34Und seht, die ganze Stadtbevölkerung verließ die Stadt und zog Jesus entgegen. Als sie ihn sahen, baten sie ihn, er möge ihr Gebiet verlassen.