z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 6

14Denn wenn ihr den Menschen, die an euch schuldig geworden sind, vergebt, wird euch °Gott, Vater und Mutter im Himmel, auch vergeben. 15Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird Gott euch auch nicht vergeben, wenn ihr schuldig geworden seid. 16Wenn ihr fastet, schaut nicht finster drein wie die Scheinheiligen, die ihr Gesicht verstellen, um als Fastende bei den Leuten aufzufallen. °Wahrhaftig, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. 17Wenn du fastest, salbe deinen Kopf und wasche dein Gesicht, 18damit du nicht wegen deines Fastens bei den Leuten auffällst, sondern bei °Gott, der Unsichtbaren. °Gott, Vater und Mutter für dich, sieht das Unauffällige und wird es dir anrechnen.
19Häuft nicht auf der Erde Schätze für euch an, wo Motten und Rost sie vernichten, wo eingebrochen und gestohlen wird. 20Häuft vielmehr im Himmel Schätze für euch an, wo weder Motten noch Rost sie vernichten, wo weder eingebrochen noch gestohlen wird. 21Denn wo dein Schatz ist, wird auch dein °Herz sein. 22Das Licht des °Körpers ist das Auge. Wenn nun dein Auge klar und aufrichtig ist, wird dein ganzer Körper von Licht erfüllt sein. 23Aber wenn dein Auge missgünstig ist, wird dein ganzer Körper von Finsternis erfüllt sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß ist die Finsternis! 24Niemand kann zwei °Mächten dienen. Entweder wirst du die eine Macht vernachlässigen und die andere lieben oder du wirst an der einen hängen und die andere gering achten. Ihr könnt nicht °Gott dienen und dem Geld. 25Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht ängstlich um euer °Leben, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, auch nicht um euren °Körper, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben viel mehr als Essen, der Körper viel mehr als Kleidung? 26Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sammeln auch keine Vorräte in Scheunen – und °Gott, Vater und Mutter für euch im Himmel, ernährt sie. Sollte es bei euch so viel anders sein? 27Könnt ihr euren Lebensweg auch nur um eine kurze Strecke verlängern, indem ihr euch Sorgen macht? 28Und was sorgt ihr euch um Kleidung? Betrachtet die Blumen auf den Feldern, wie sie sich im Wachsen entfalten: Sie mühen sich nicht ab und sie spinnen nicht. 29Doch ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seinem °Glanz war schöner gekleidet als eine dieser Feldblumen. 30Wenn aber Gott selbst die Gräser auf dem Feld so kleidet, die heute da sind und morgen in den Ofen geworfen werden – warum fehlt euch dann das Vertrauen, dass Gott umso mehr für eure Kleidung sorgt? 31So hört nun auf, euch zu sorgen und zu fragen: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Womit sollen wir uns kleiden? 32Auf all dies richten die °Menschen der Völker ihren Sinn. °Gott, Vater und Mutter für euch im Himmel, weiß ja, dass ihr dies alles braucht. 33Sucht hingegen zuerst die °gerechte °Welt Gottes, und dies alles wird euch geschenkt werden. 34Sorgt euch deshalb nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Es reicht, wenn jeder Tag seine eigene Belastung hat.