z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 21

11Die Menschenmenge sagte: »Er ist Jesus, der Prophet, aus Nazaret in Galiläa.«
12Jesus ging in den Tempel und vertrieb alle, die im Tempelbezirk verkauften und kauften, und er warf die Tische der Geldwechsler um und die Stände derer, die Tauben verkauften. 13Und er sagt zu ihnen: »Es steht geschrieben: Mein Haus wird ein Haus des Gebetes genannt werden. Doch ihr habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.« 14Die Blinden und die Gelähmten, die sich im Tempel aufhielten, kamen zu ihm, und er heilte sie. 15Als die Hohenpriester und Toragelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel riefen: »Hilf doch, Nachkomme Davids«, wurden sie ärgerlich 16und sagten zu ihm: »Hörst du, was sie rufen?« Jesus antwortet: »Ja, habt ihr niemals gelesen: Aus dem Munde von Unmündigen und Säuglingen schaffst du dir Lob?« 17Und er ließ sie stehen und ging aus der Stadt heraus nach Betanien und übernachtete dort.
18Als er frühmorgens wieder in die Stadt ging, war er hungrig. 19Da sah er einen Feigenbaum am Weg, ging zu ihm und fand nichts an ihm außer Blättern allein und sagt zu ihm: »Nie mehr, auf °ewig wird Frucht von dir kommen.« Der Feigenbaum verdorrte augenblicklich. 20Die °Jünger und Jüngerinnen sahen das und fragten voller Erstaunen: »Wie ist der Feigenbaum auf der Stelle verdorrt?« 21Jesus antwortete ihnen: °»Wahrhaftig,»Wahrhaftig, ich sage euch, wenn ihr °vertraut und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur das mit dem Feigenbaum vollbringen, sondern selbst, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Erhebe dich und wirf dich ins Meer, so wird es geschehen. 22Alles, worum ihr im Gebet voller °Vertrauen bittet, werdet ihr empfangen.«
23Als er in den Tempel ging, kamen zu ihm Hohepriester und Älteste des °Volkes, während er lehrte. Sie sagten: »Aufgrund welcher Vollmacht tust du das? Wer hat dir diese Vollmacht gegeben?« 24Jesus antwortete ihnen: »Ich will euch auch eine °Frage stellen; beantwortet ihr sie mir, so werde auch ich euch sagen, aufgrund welcher Vollmacht ich das tue. 25Woher stammte die °Taufe des Johannes, vom Himmel oder von Menschen?« Sie überlegten und sagten zueinander: »Wenn wir sagen, vom Himmel, wird er uns sagen: Warum habt ihr ihm nicht °vertraut? 26Wenn wir sagen, von den Menschen, fürchten wir das Volk; denn alle hielten Johannes für einen Propheten.« 27Und Jesus gaben sie die Antwort: »Wir wissen es nicht.« Er sprach seinerseits zu ihnen: »Dann sage ich euch auch nicht, aufgrund welcher Vollmacht ich das tue.
28Wie denkt ihr über folgenden Fall? Ein Mann hatte zwei Kinder. Er kam zum ersten und sagte: ›Mein Kind, geh' heute und arbeite im Weinberg.‹ 29Der Junge antwortete: ›Ich will nicht.‹ Später tat es ihm leid und er ging. 30Der Vater kam zum zweiten und sprach genauso. Dieser Junge antwortete: ›Ja, °Herr‹, aber er ging nicht. 31Wer von beiden hat den Willen des °Vaters getan?« Sie antworteten: »Das erste Kind.« Jesus sagt zu ihnen: »Wahrhaftig ich sage euch mit allem Ernst: Die Zöllner und die Prostituierten werden vor euch in °Gottes Welt gelangen. 32Johannes kam zu euch mit der Praxis der °Gerechtigkeit, und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Prostituierten haben ihm geglaubt. Und ihr – obwohl ihr das gesehen habt – seid doch nicht umgekehrt, um ihm endlich doch zu °glauben.
33Hört ein anderes Gleichnis: Da war ein Mensch, ein Grundbesitzer, der pflanzte einen Weinberg und umgab ihn mit einer Mauer, grub in ihm eine Kelter und baute einen Turm – und übergab ihn Landarbeitern und zog fort. 34Als die Zeit der Früchte nahte, schickte er seine °Sklaven(684) zu den Landarbeitern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. 35Und die Landarbeiter ergriffen seine Sklaven, den einen schlugen sie, den anderen töteten sie, den nächsten steinigten sie.