z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 20

1Die °Welt Gottes ist in der folgenden Geschichte mit der Wirklichkeit eines Menschen, und zwar eines Grundbesitzers, zu vergleichen. Er ging gleich am frühen Morgen los, um Arbeiter(682) für seinen Weinberg einzustellen. 2Nachdem er mit den Arbeitern einen Denar für den Tag vereinbart hatte, schickte er sie in den Weinberg. 3Und als er um die dritte Stunde hinging, sah er andere arbeitslos auf dem Markt stehen. 4Auch zu ihnen sagte er: ›Geht auch ihr in den Weinberg, und ich werde euch geben, was recht ist.‹ 5Und sie gingen da hin. Um die sechste und neunte Stunde ging er wieder hin und tat dasselbe. 6Als er um die elfte Stunde hinkam, fand er andere dort stehen und sagt zu ihnen: ›Warum steht ihr hier den ganzen Tag arbeitslos?‹ 7Sie antworten ihm: ›Weil niemand uns eingestellt hat.‹ Er sagt zu ihnen: ›Geht auch ihr in den Weinberg.‹ 8Als es Abend geworden war, sagt der °Weinbergbesitzer zu seinem Aufseher: ›Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn aus. Fange bei den letzten an, bis zu den ersten.‹ 9So kamen die von der elften Stunde und erhielten je einen Denar. 10Als die ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr bekommen würden. Doch auch sie erhielten je einen Denar. 11Sie nahmen ihn und beschimpften den Grundbesitzer: 12›Diese letzten da haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir doch die Last des Tages und die Hitze aushalten mussten.‹ 13Er sagte zu einem von ihnen: ›Mein Lieber, ich tue dir kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? 14Nimm, was dir gehört, und geh! Ich will nämlich diesem letzten dasselbe geben wie dir. 15Oder ist es etwa nicht erlaubt, mit meinem Eigentum zu machen, was ich will? Bist du etwa neidisch, weil ich gütig bin?‹ 16Vergleicht! Die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten die Letzten.«
17Als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die °Zwölf beiseite und sprach unterwegs zu ihnen: 18»Seht, wir gehen nach Jerusalem hinauf und der °Mensch wird Hohenpriestern und Toragelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tod verurteilen 19und den °Völkern ausliefern zum Verspotten, zum Foltern und Kreuzigen, und am dritten Tage wird er °aufstehen
20Da kam die Mutter der °Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, fiel vor ihm nieder und bat ihn um etwas. 21Er sagte: »Was willst du?« Sie antwortet: »Sag, dass diese meine beiden Söhne in °deiner Welt einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen sollen.« 22Jesus antwortete: »Ihr wisst nicht, worum ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinken muss?« Sie antworten ihm: »Ja, wir können es.« 23Er sagt zu ihnen: »Meinen Becher werdet ihr trinken. Doch es ist nicht in meiner Macht, zu vergeben, wer zu meiner Rechten und Linken sitzen wird. Das wird jenen zukommen, denen es von °Gott, Vater und Mutter für mich, gegeben wird.« 24Als die Zehn das hörten, wurden sie ärgerlich über die beiden Brüder. 25Jesus rief sie heran und sagte: »Ihr wisst, dass die Herrschenden der °Völker ihre Herrschaft missbrauchen und die Großen ungerechte Gewalt über die Völker ausüben.