z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 13

4Beim Säen fiel einiges an den Weg. Da kamen die Vögel und pickten es auf. 5Andere Körner fielen auf felsigen Boden, wo sie wenig Erde fanden. Sie gingen schnell auf, weil sie nur eine dünne Erdschicht hatten. 6Als die Sonne aufging, wurden sie versengt und verdorrten, weil sie kaum Wurzeln hatten. 7Andere Körner fielen in Dornengestrüpp. Die Dornen wuchsen in die Höhe und erstickten sie. 8Andere jedoch fielen auf gute Erde und brachten Frucht, sei es hundertfach, sei es sechzigfach oder dreißigfach. 9Die Ohren haben zu hören, sollen hören.«
10Die °Jünger und Jüngerinnen traten zu ihm heran und fragten: »Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?« 11Jesus antwortete ihnen: »Weil euch die verborgenen Wahrheiten der °Welt Gottes offenbart worden sind, jenen aber nicht. 12Die schon etwas haben, denen wird mehr gegeben, sogar bis zum Überfluss. Die nichts haben, denen wird das Wenige, das sie haben, noch weggenommen. 13Ich rede deshalb in Gleichnissen zu diesen Leuten, weil sie sehenden Auges nicht sehen, und obwohl sie hören, nicht hören und nicht verstehen. 14Bei ihnen ist die Prophezeiung Jesajas wahr geworden, die lautet: Ihr werdet hören, hören und nicht verstehen, und sehen, sehen und nicht sehen. 15Das °Herz dieses °Volkes wurde undurchlässig, ihre Ohren wurden schwerhörig, und ihre Augen haben sie verschlossen, damit sie mit ihren Augen nichts sehen und mit den Ohren nichts hören und mit dem Herzen nichts verstehen, das alles, damit sie nicht umkehren und ich sie heilen werde. 16Selig sind eure Augen, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. 17Wahrhaftig, ich sage euch: Viele Prophetinnen und Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, und zu hören, was ihr hört, und hörten es nicht.
18Hört jetzt das Gleichnis vom Säen. 19Wenn Menschen das °Wort von °Gottes Nähe hören und nicht verstehen, kommt der Böse und nimmt ihnen weg, was in ihr °Herz gesät war. Das sind die an den Weg Gesäten. 20Die auf den Fels gesät sind, das sind die, die das Wort hören und es gleich mit Freude aufnehmen. 21Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, sondern leben in den Tag hinein. Wenn eine Notzeit oder Verfolgung wegen des Wortes kommt, werden sie gleich untreu. 22Die unter die Dornen Gesäten sind die, die das Wort hören, doch die Sorgen dieser °Weltzeit und die Verführung durch Wohlstand ersticken das Wort, so dass es keine Frucht bringt. 23Die auf gute Erde Gesäten sind die, die das Wort hören und verstehen. Die tragen dann auch Frucht und bringen sie hervor, sei es hundertfach, sechzigfach oder dreißigfach.«
24Er gab ihnen ein anderes Gleichnis zum Nachdenken: »Die °Welt Gottes ist mit einer Person zu vergleichen, die guten Samen auf ihren Acker säte. 25Als die Menschen schliefen, kam aber ihr Feind oder ihre Feindin und säte Unkraut mitten in den Weizen und machte sich davon. 26Als aber die Saat wuchs und Frucht trug, da kam auch das Unkraut hervor. 27Da gingen die °Sklavinnen und Sklaven zu ihrer Herrschaft und sprachen: ›Mein °Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher kommt nun das Unkraut?‹ 28Diese aber sagte zu ihnen: ›Eine feindselige Person hat das getan.‹ Die Sklavinnen(676) und Sklaven erwiderten: ›Willst du nun, dass wir hingehen und es einsammeln?‹