z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 12

7Wenn ihr verstanden hättet, was es bedeutet: Ich will Barmherzigkeit und nicht °Opfer, hättet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt. 8Die °Menschen sind wichtiger als der Sabbat.«
9Als er von dort weiterging, kam er in eine °Synagoge der pharisäischen Bewegung. 10Und seht, da war ein Mensch mit einer versteiften Hand. Und Pharisäer und Pharisäerinnen befragten Jesus: »Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?« Sie wollten ihn nämlich beschuldigen. 11Er antwortete ihnen: »Wenn jemand von euch ein Schaf hat und es passiert, dass es an einem Sabbat in eine Grube fällt, wird dieser Mensch es nicht greifen und heraufholen? 12Wie verschieden sind Menschen und Schafe? Deshalb ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun.« 13Darauf sagt er zu dem Menschen: »Strecke deine Hand aus.« Und er streckte sie aus, und die Hand wurde wieder gesund wie die andere. 14Die pharisäischen Frauen und Männer gingen davon, sie berieten sich und planten, ihn unschädlich zu machen.
15Als Jesus davon erfuhr, wanderte er weiter. Und große Volksmengen folgten ihm. Er heilte sie alle. 16Und er machte ihnen nachdrücklich klar, dass sie ihn nicht in der Öffentlichkeit bekannt machen sollten. 17So sollte das Wort erfüllt werden, das durch Jesaja, den Propheten, gesagt worden ist: 18Seht, mein Kind, das ich erwählt habe, das ich liebe und an dem meine °Seele Gefallen gefunden hat! Ich will meine °Geistkraft auf diesen Menschen legen, und er wird den °Völkern das Recht verkünden. 19Er wird nicht streiten noch schreien. Niemand wird seine Stimme auf den Straßen hören. 20Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen und einen glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er der Gerechtigkeit zum Sieg verholfen hat. 21Seinetwegen werden die Völker von Hoffnung erfüllt werden.
22Da wurde ein blinder und stummer Mensch, von einem Dämon besessen, zu ihm gebracht. Und er heilte ihn, so dass der Stumme redete und sah. 23Und die ganze Volksmenge war begeistert und sagte: »Ist er vielleicht der °Nachkomme Davids?« 24Doch die Pharisäer und Pharisäerinnen, die davon hörten, sagten: »Er kann die °Dämonen nur mit dem Obersten der Dämonen, Beëlzebub, vertreiben.« 25Weil Jesus ihre Meinung kannte, sagte er: »Jedes °Königreich, das mit sich selbst entzweit ist, wird zur Wüste, und jede Stadt oder Familie, die mit sich selbst entzweit ist, hat keinen Bestand. 26Wenn °Satan den Satan vertreibt, ist er mit sich selbst entzweit. Wie soll dann sein Königreich Bestand haben? 27Wenn ich mit Beëlzebub die Dämonen vertreibe, durch wen treiben eure Leute sie aus? Deshalb widerlegen sie praktisch euren Vorwurf. 28Wenn ich durch Gottes °Geistkraft die Dämonen vertreibe, dann ist ja °Gottes Welt schon zu euch gelangt. 29Oder: Wie soll jemand in das Haus eines Starken gelangen und seinen Besitz wegnehmen, wenn er nicht vorher den Starken gefesselt hat? Dann kann er dessen Haus ausrauben. 30Diejenigen, die nicht mit mir sind, bekämpfen mich, und die mir nicht sammeln helfen, zerstreuen. 31Deshalb sage ich euch, jede °Sünde und jede Gotteslästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Verleugnung der °Geistkraft wird nicht vergeben werden.