z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 32

15Als Jeschurun fett wurde, trumpfte er auf.
Du wurdest fett, dick und feist.
Er verwarf die °Gottheit, die ihn gemacht hatte,
achtete den Fels seiner Rettung gering.
16Er reizte Adonaj zur Eifersucht mit fremden Gottheiten,
mit Gräueln bereitete er ihr Verdruss.
17Sie opferten den Dämonen und nicht °Gott selbst,
°Gottheiten, die sie gar nicht kannten,
neuen, die gerade erst aufgekommen waren,
von denen eure Vorfahren noch nichts wussten.
18An den Felsen, der dich hervorgebracht hat, dachtest du nicht mehr,
die Gottheit, die dich geboren hat, hast du vergessen.
19Adonaj sah und wies ab – aus Ärger über ihre Söhne und Töchter.
20Sie sprach: Ich werde mein Angesicht vor ihnen verbergen
und dann sehen, was nach ihnen kommt.
Sie aber sind eine verkehrte Generation,
Söhne und Töchter, auf die kein °Verlass ist.
21Mit einer Nicht-°Gottheit haben sie mich eifersüchtig gemacht,
mich gekränkt durch ihre Nichtigkeiten;
darum werde ich sie mit einem Nicht-°Volk zur Eifersucht reizen,
durch ein entsetzlich dummes °Volk werde ich sie kränken.
22Ja, Feuer ist in meiner Nase entbrannt,
es brennt bis tief hinab in die Unterwelt,
versengt das Land und was auf ihm wächst,
setzt die Grundfesten der Berge in Flammen.
23Unheil werde ich über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen.
24Sind sie vor Hunger erst entkräftet,
verzehrt durch Fieber und bittere Pest,
dann lasse ich den Zahn wilder Tiere
und das Gift der im Staub Kriechenden gegen sie los.
25Draußen macht das Schwert kinderlos, und drinnen der Schrecken:
den jungen Mann, die junge Frau,
den Säugling zusammen mit den Ergrauten.
26Ich hatte gesagt: Ich will sie zerschlagen!
Dass Menschen noch an sie denken, das will ich beenden!
27Wenn ich nur nicht die Kränkung durch die Feinde fürchtete!
Die, die Jakob bedrängen, könnten behaupten:
Unsere Hand ist erhoben, nichts von dem hat Adonaj getan!
28Ja, diesem °Volk fehlt jeder gute Rat, sie haben nichts verstanden.
29Wären sie klug, hätten sie Erfolg, sähen voraus, was ihnen bevorsteht.
30Wie könnte eine Person Tausende jagen,
und zwei zehntausende in die Flucht schlagen,
wenn nicht ihr Fels sie verkauft und Adonaj sie nicht ausgeliefert hätte?
31Aber ihr Fels ist nicht wie unser Fels –
die uns feindlich sind, bringen es selbst an den Tag.
32Ihr Weinstock stammt vom Weinstock Sodoms und vom Acker Gomorras.
Ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie.
33Drachengift ist ihr Wein, grausames Otterngift.
34Liegt dies nicht bei mir beschlossen,
versiegelt in meinen Schatzkammern?
35Mir stehen °Rache und Heimzahlung zu
in der Zeit, in der sie ins Wanken geraten.
Ja, der Tag ihres Zusammenbruches ist nahe,
was ihnen bevorsteht, eilt herbei.
36Ja, Adonaj wird ihrem Volk Recht verschaffen,
sie wird mit denen, die für sie °arbeiten, Mitleid haben,
denn sie wird die ermattete Kraft sehen,
Nichts als Gebundene und Verlassene.
37Gott wird sagen: Wo sind seine Gottheiten?
Wo ist der Fels, zu dem sie fliehen können?
38Die das Fett ihrer °Schlachtopfer aßen,
den Wein ihres Trankopfers tranken,
sie sollen doch aufstehen und euch eine Hilfe sein – euch bergen!
39Jetzt seht doch endlich ein: Ich allein bin es und nur ich!
Da ist keine Gottheit neben mir!
Ich töte und mache lebendig,
ich habe zerschlagen und werde heilen.
Niemand kann aus meiner Hand erretten.