z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 29

3Und doch hat euch Adonaj bis heute noch keinen einsichtigen °Verstand, keinen klaren Blick und kein offenes Ohr gegeben. 4Ich habe euch 40 Jahre durch die Wüste geführt. Eure Kleider zerfielen euch nicht am Leib und deine Sandalen fielen nicht von deinen Füßen ab. 5Ihr habt weder Brot gegessen, noch Wein oder Bier getrunken, damit euch bewusst wurde: ›Ich bin Adonaj, eure Gottheit!‹ 6So kamt ihr an diesen Ort. Sihon, der König von Heschbon, und Og, der König von Baschan, rückten gegen uns zur Schlacht aus, aber wir haben sie geschlagen. 7Wir nahmen ihr Land ein und gaben es den Ruben- und den Gadleuten und dem halben Stamm Manasse zum Erbbesitz. 8Darum bewahrt die Worte dieser °Bundesverpflichtung und handelt ihnen entsprechend, damit ihr bei allem, was ihr tut, Erfolg habt. 9Ihr steht heute alle hier vor Adonaj, eurer Gottheit: Die führenden Köpfe eurer Stämme, eure Ältesten und eure Führung, alle Männer Israels, 10eure Kinder und Frauen, deine Fremden, die sich mitten in deinem Lager aufhalten, von den Leuten, die dein Holz schlagen, bis zu denen, die dein Wasser schöpfen. 11Ihr alle steht heute hier, um unter der °Bundesverpflichtung und dem Eid Adonajs, deiner Gottheit, Dienst zu tun, die Adonaj, deine Gottheit, heute mit dir eingeht. 12Auf diese Weise setzt sie dich heute für sich als Volk ein. Sie aber wird für dich Gottheit sein, so wie sie es dir zugesagt hat und wie sie es deinen Vorfahren, den Familien Abrahams, Isaaks und Jakobs, durch einen Schwur zugesagt hat. 13Doch nicht allein mit euch gehe ich diese Bundesverpflichtung und diesen Eid ein, sondern sowohl mit all jenen, 14die heute hier mit uns vor Adonaj, unserer Gottheit, stehen, als auch mit jenen, die heute nicht mit uns hier sind. 15Ihr wisst ja noch, wie wir in Ägypten gewohnt haben und wie wir mitten durch die Völker gezogen sind, durch die ihr ziehen musstet. 16Ihr saht bei ihnen ihre Scheusale und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold. 17Dass es nur ja keinen Mann und keine Frau, keine Großfamilie und keinen Stamm unter euch gibt, die heute ihren Sinn und Verstand von Adonaj, unserer Gottheit, abwenden, um hinzugehen und für die Gottheiten dieser Völker zu °arbeiten! Dass es nur keine Wurzel unter euch gibt, deren Frucht Gift und Wermut ist! 18Wenn jemand diese Worte dieses Eides hört und sich selbst innerlich segnet und spricht: ›°Friede soll mit mir sein, auch wenn ich mit verschlossenem Sinn und °Verstand lebe – soll doch ruhig das bewässerte mit dem dürren Land hinweggerafft werden!‹ 19Adonaj wird einer solchen Person nicht vergeben wollen. Ja, dann wird der Zorn und der Eifer Adonajs gegen sie entbrennen. All die Flüche, die in diesem Buch aufgeschrieben sind, werden sich auf sie legen. Adonaj wird ihren Namen unter dem Himmel wegwischen. 20Adonaj wird diese Person zum Unheil aus allen Stämmen Israels aussondern, so wie es den Eiden der °Bundesverpflichtung entspricht, die in diesem °Torabuch aufgeschrieben sind. 21Dann werden die nachfolgende Generation, eure Kinder, die nach euch heranwachsen, und die Fremden, die aus einem fernen Land kommen, die Schläge sehen, mit denen das Land geschunden wurde, die Seuchen, mit denen Adonaj es krank gemacht hat: 22es wird so voller Schwefel, Salz und Verbrennungen sein, dass es nicht bebaut werden und nichts darauf wachsen kann. Grünes wird dort so wenig gedeihen können wie nach der Katastrophe von Sodom, Gomorra, Adma und Zebojim, die Adonaj in brennendem Zorn ausgelöscht hat. 23Die nachfolgende Generation und alle Völker werden sagen: ›Warum hat Adonaj dieses Land so geschunden? Was ist das nur für ein gewaltiger, glühender Zorn?‹ 24Dann wird es heißen: ›Weil sie die °Bundesverpflichtung Adonajs, der Gottheit ihrer Vorfahren, missachtet haben, die sie bei der Herausführung aus Ägypten ihnen gegenüber eingegangen ist. 25Sie sind hingegangen, haben für andere Gottheiten °gearbeitet und sind vor ihnen in die Knie gegangen. Das waren Gottheiten, die sie nie kennen gelernt hatten und die ihnen nie zugewiesen wurden. 26Da entbrannte der Zorn Adonajs über dieses Land, so dass Adonaj all den Fluch über es kommen ließ, der in diesem Buch niedergeschrieben ist. 27Adonaj riss sie in glühendem Zorn und gewaltigem Grimm fort von ihrem Grund und Boden und schickte sie in ein anderes Land, so wie es heute ist.‹