z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 21

8Adonaj, °verzeihe deinem °Volk Israel, das du freigekauft hast! Lass nicht unschuldig vergossenes Blut sich mitten in deinem Volk Israel auswirken.‹ So ist die Blutschuld für sie °gesühnt. 9Schaffe so die Blutschuld an Unschuldigen aus deiner Mitte. So tust du, was in den Augen Adonajs recht ist.
10Gesetzt den Fall, du ziehst gegen die, die euch feind sind, zum Krieg aus, und Adonaj, Gott für dich, gibt sie in deine Hände und ihr führt ihre Gefangenen fort, 11und du entdeckst unter den Gefangenen eine attraktive Frau, in die du dich verliebst und die du heiraten willst, 12dann führe sie ins Innere deines Hauses. Sie soll sich ihr Haar schneiden, ihre Nägel machen, 13das Kleid der Gefangenen ablegen und in deinem Haus wohnen. Erst wenn sie einen vollen Monat Zeit gehabt hat, ihren Vater und ihre Mutter zu beweinen, sollst du mit ihr schlafen und sie heiraten. Dann ist sie deine Ehefrau. 14Wenn du aber keinen Gefallen mehr an ihr hast, dann lass sie frei nach ihrem °Willen. Du darfst sie nicht für Geld verkaufen. Du sollst dafür, dass du sie zur Ehe gezwungen hast, nicht auch noch an ihr verdienen.
15Gesetzt den Fall, zwei Frauen gehören zu einem Mann, die eine wird bevorzugt, die andere zurückgesetzt. Beide bringen ihm Söhne zur Welt: die Bevorzugte und die Zurückgesetzte. Der Erstgeborene stammt von der Zurückgesetzten. 16Es kommt der Tag, an dem der Ehemann seinen Söhnen vererbt, was ihm gehört: Dann darf er nicht den Sohn der Bevorzugten gegen den Sohn der Zurückgesetzten zum Erstgeborenen erklären. Schließlich ist dieser der Erstgeborene. 17Der Ehemann soll den Erstgeborenen, den Sohn der Zurückgesetzten, anerkennen und ihm den doppelten Teil dessen geben, was bei ihm vorhanden ist. Schließlich hat er diesen Sohn zuerst gezeugt. Ihm steht das °Recht der Erstgeburt zu.
18Gesetzt den Fall, jemand hat ein störrisches und widerspenstiges Kind, das nicht auf die Stimme seines Vaters oder seiner Mutter hören will. Obwohl sie es zurechtweisen, hört es nicht auf sie. 19Vater und Mutter sollen es dann packen und zu den Ältesten ihrer Stadt bringen, an das Tor ihres Ortes. 20Den Ältesten ihrer Stadt sollen sie sagen: Unser Kind ist störrisch, widerspenstig und hört nicht auf unsere Stimme. Es schlemmt und trinkt. 21Alle, die in der Stadt wohnen, sollen es zu Tode steinigen. Schaffe das Böse unter euch fort. Ganz Israel soll es hören und sich °fürchten.
22Wenn an jemandem eine Schuld ist, auf der die °Todesstrafe steht, und er oder sie wird hingerichtet und an einen Baum gehängt, 23so lasse den Leichnam nicht über Nacht im Baum hängen. Begrabe ihn unbedingt noch am gleichen Tag, denn er ist ein Fluch der Gottheit. Lasse deinen Grund und Boden nicht °unrein werden, den Adonaj, deine Gottheit, dir als Erbbesitz übergibt.