z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 15

12Es mag geschehen, dass dein Bruder oder deine Schwester – mit anderen Worten, ein Hebräer oder eine Hebräerin – sich dir als Sklave oder Sklavin verkaufen muss. Wenn diese Person dir sechs Jahre lang °gedient hat, dann lass sie im siebten Jahr frei von dir gehen. 13Schicke sie bei der Freilassung nicht mit leeren Händen fort: 14Gib ihr reichlich von deinen Schafen und Ziegen mit, von deiner Tenne und deiner Kelter, womit Adonaj, deine Gottheit, dich gesegnet hat: gib es ihr. 15Denk daran, dass du in Ägypten °versklavt warst und Adonaj, deine Gottheit, dich freigekauft hat. Darum gebiete ich dir °all dies heute. 16Es mag geschehen, dass dein Sklave zu dir sagt: ›Ich will nicht von dir weg!‹, weil er dich und die zu dir gehören liebt und es ihm gut bei dir geht, 17dann nimm einen Stecher und durchsteche sein Ohrläppchen damit am Türpfosten. Er soll dann °für immer für dich arbeiten. Mit deiner Sklavin verfahre ebenso. 18Lass es dir nicht schwer fallen, ihn oder sie freizulassen! Schließlich hat sie oder er sechs Jahre lang das Doppelte eines Tagelöhners für dich erarbeitet. Adonaj, deine Gottheit, wird dich in allem segnen, was du tust.
19Jede männliche Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe und Ziegen sollst du für Adonaj, deine Gottheit, aussondern. Verrichte keine Arbeit mit der Erstgeburt deiner Rinder und schere nicht die Erstgeburt deiner Schafe und Ziegen. 20Das erstgeborene Tier sollen du und alle, die zu dir gehören, vor Adonaj, deiner Gottheit, essen: Jahr um Jahr, an dem Ort, den Adonaj auswählen wird. 21Wenn es ein Gebrechen hat, sei es, dass es hinkt oder blind ist, oder sonst einen Makel aufweist, dann opfere es nicht Adonaj, deiner Gottheit. 22In deiner Stadt kannst du es wie ein Reh oder einen Hirsch verzehren, unabhängig davon, ob es °unrein oder °rein ist. 23Iss nur sein Blut nicht, sondern gieße es wie Wasser auf die Erde.