z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesus Sirach

Kapitel 23

4Ewige du, °Vater und Mutter, °Gott meines Lebens, / gib mir keine hochmütigen Augen, 5und halte von mir ungezügeltes Verlangen fern; 6Gier nach Essen und Sex soll mich nicht ergreifen, / und schamlosem °Trieb liefere mich nicht aus. 7Hört die Unterweisung über das Reden, ihr Söhne und Töchter, / und wer sie beachtet, verfängt sich nicht in seinen eigenen Worten. 8Durch ihre Lippen werden °gewissenlose Menschen preisgegeben, / auch hochmütige Menschen und solche, die über andere schlecht reden, werden durch sie zu Fall kommen. 9Gewöhne deinen Mund nicht ans Schwören, / auch gewöhne dir nicht an, den Namen Gottes, der Heiligen, auszusprechen. 10Denn so wie Sklaven, die unter ständiger Aufsicht stehen, / von den Spuren der Schläge nicht loskommen, / so können auch die, die fortwährend schwören und den Namen Gottes aussprechen, / von ihren °Verfehlungen nicht gereinigt werden. 11Menschen, die viel schwören, häufen °Toraübertretung an, / und kein Unglück wird ihrem Haus fernbleiben; / wenn sie beim Schwören Fehler machen, lastet ihre Verfehlung auf ihnen, / und wenn sie ihre eingegangene Verpflichtung nicht beachten, machen sie sich doppelt °schuldig; / und wenn sie grundlos schwören, können sie nicht gerecht gesprochen werden, / ja, ihr Haus wird erfüllt sein von Verzweiflung und Not. 12Es gibt eine Art zu reden, die mit dem Tod vergleichbar ist, / möge sie sich unter den Nachkommen Jakobs nicht finden; / denn von denen, die Gott aufrichtig dienen, ist dies alles weit entfernt, / sie sind ja nicht in °Unrechtstaten verwickelt. 13Gewöhne deinen Mund nicht an anstößige und rücksichtslose Redeweise, / denn dadurch wird das °Wort zur Verfehlung. 14Erinnere dich an deinen Vater und deine Mutter! / Wenn du beratend zwischen einflussreichen Leuten sitzt, / vergiss sie dabei nie; / mach dich auch nicht durch deine Gewohnheiten zum Narren, / so dass du schließlich wünschst, nicht geboren worden zu sein, / und den Tag deiner Geburt verfluchst. 15Menschen, die sich an ein °Reden gewöhnt haben, das andere herabsetzt, / werden Zeit ihres Lebens keine Belehrung mehr annehmen.
16Zwei Arten von Menschen häufen °Schuld an / und die dritte fordert Zorn heraus; / heiße Begierde, die wie Feuer brennt, / sie kann nie gestillt werden, bis sie nicht vollends ausgelöscht ist: / da ist ein Mann, der mit seinem eigenen °°Fleisch°° und Blut(604) Unzucht treibt, / der nicht aufhört, bis das Feuer ausgebrannt ist; 17da ist ein unzüchtiger Mann, für den jedes Brot süß schmeckt, / er lässt nicht von seinem Tun ab, bis er stirbt; 18da ist ein Mann, der von seinem Ehebett in ein anderes wechselt; / der bei °sich sagt: »Wer sieht mich schon? / Es ist finster um mich herum, die Mauern verbergen mich, / und niemand sieht mich. Warum sollte ich Bedenken haben? / An meine °Vergehen wird die Höchste gar nicht denken.« 19Dieser Mann fürchtet sich nur vor den Augen der Menschen / und denkt nicht daran, dass die Augen der Ewigen / 10.000 mal heller scheinen als die Sonne; / sie blicken auf alle Wege der Menschen / und nehmen sie wahr bis hinein in verborgene Winkel. 20Ehe das All geschaffen wurde, war es Gott schon bekannt, / dasselbe gilt auch für die Zeit nach seiner Vollendung. 21Dieser Mann wird in aller Öffentlichkeit bestraft werden, / und wo er es nicht vermutet, wird er ergriffen.
22So geht es auch einer Frau, die ihren Mann verlässt / und das Kind eines Fremden als Erben hinstellt. 23Denn erstens hat sie gegen die °Tora der Höchsten gehandelt, / zweitens ist sie ihrem Mann gegenüber schuldig geworden, / und drittens hat sie mutwillig die Ehe gebrochen / und von einem fremden Mann Kinder in die bestehende Ehe eingebracht. 24Diese wird vor die °Versammlung geführt werden / und ihre Kinder müssen die Folgen ihres Tuns tragen. 25Ihre Kinder werden keine Wurzeln schlagen / und ihre Zweige werden keine Frucht bringen. 26Die Erinnerung an sie wird sie als Fluch zurücklassen / und ihre Schmach wird nicht weggewischt, 27und die, die sie zurücklässt, werden erkennen: / Nichts ist besser als die °Ehrfurcht vor der Ewigen / und nichts süßer als die °Gebote der Ewigen zu befolgen.