z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Numeri. Das vierte Buch der Tora

Kapitel 35

9Gott redete zu Mose: 10»Rede zu den Nachkommen Israels und sage ihnen: Nach dem Überschreiten des Jordans ins Land Kanaan 11sollt ihr euch Städte als Asylstädte zuordnen, die für euch da sind, um nach einem Totschlag dorthin zu fliehen – im Fall einer fahrlässigen Tötung. 12Sie sollen euch als Asylstädte dienen vor der Person, die dem Opfer Gerechtigkeit verschafft, damit die Person, die jemand totgeschlagen hat, nicht getötet wird, bevor sie vor einem °°Gemeindegericht°° gestanden hat. 13Die Städte, die sie zur Verfügung stellen, sollen sechs Städte sein, die euch zum Asyl dienen. 14Drei dieser Städte sollen jenseits des Jordans sein, und drei stellen sie diesseits im Land Kanaan zur Verfügung. Asylstädte sollen es sein. 15Den Nachkommen Israels und dem Fremden, der Fremden, die sich in eurer Mitte niedergelassen haben, seien diese Städte Asylstädte, wohin man bei fahrlässiger Tötung irgendeines °Menschenlebens fliehen kann:
16Wer einen Menschen mit einem Gegenstand aus Eisen totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder, die Mörderin erhält die Todesstrafe. 17Wer einen Menschen mit einem Stein in der Hand, mit dem man töten kann, totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder oder die Mörderin erhält die Todesstrafe. 18Wer einen Menschen mit einem Stück Holz in der Hand, mit dem man töten kann, totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder oder die Mörderin erhält die Todesstrafe. 19Die Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu verschaffen, soll den Mörder, die Mörderin hinrichten, wenn sie sie findet.
20Wenn jemand aus niederen Beweggründen wie Hass eine Person stößt oder mit Vorsatz etwas auf sie wirft, dass sie stirbt, 21oder sie mit einem Stein in der Hand erschlägt, dann soll der Täter, die Täterin die Todesstrafe erhalten, er ist ein Mörder, sie ist eine Mörderin. Die Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu verschaffen, soll den Mörder, die Mörderin hinrichten. Wenn sie sie findet, darf sie sie töten.
22Aber im Fall eines unabsichtlichen Stoßens ohne Feindschaft oder im Fall eines Werfens mit irgendeinem Gegenstand ohne jeden Vorsatz 23oder im Fall, dass jemand einen tödlichen Stein auf jemanden fallen lässt, das aber nicht gesehen hat und diese Person weder sein Feind ist noch der Täter, die Täterin ihm nach dem Bösen getrachtet hat, 24dann soll die Gemeinschaft Recht sprechen zwischen dem Täter, der Täterin und der Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu schaffen, und zwar auf der Basis dieser °Rechtssätze.
25Im Fall des Freispruchs soll die Gemeinschaft den Täter, die Täterin vor dem Zugriff der Person, die für die Gerechtigkeit des Opfers eintritt, schützen, indem sie ihn oder sie in eine Asylstadt schafft, in die er oder sie geflohen war. In ihr bleibt der Täter, die Täterin, bis der Hohepriester gestorben ist, also die Person, die mit dem heiligen Öl gesalbt ist. 26Wenn aber dieser Totschläger oder diese Totschlägerin das Gebiet der eigenen Asylstadt verlässt, in die er oder sie geflohen war, 27und die Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu verschaffen, findet sie – außerhalb des Gebietes der Asylstadt – und schlägt ihn oder sie tot, hat diese Person keine Todesschuld auf sich geladen. 28Also in der eigenen Asylstadt sollte man für diesen Fall bleiben, und zwar bis zum Tod des Priesters. Nach dem Tod des Priesters kehre der Täter, die Täterin zurück zu dem Stück Land, das ihm oder ihr gehört. 29Dieses seien euch °Rechtstraditionen durch eure Generationen überall, wo ihr wohnt.
30Für jede Gewalttat an einem °Menschen: Auf die Aussage von mehreren Zeugen hin soll ein Mörder oder eine Mörderin die Todesstrafe erhalten. Ein einzelner Zeuge aber bedeutet nicht die Todesstrafe für einen Menschen.
31Ihr dürft kein °Lösegeld für das Leben des Mörders, der Mörderin nehmen, dessen oder deren °Unrechthandeln tödlich war; denn diese Person wird mit dem Tod bestraft.
32Ihr dürft kein Lösegeld für eine Person nehmen, die in eine Asylstadt geflohen ist und nun noch vor dem Tod des Priesters wieder auf dem eigenen Stück Land wohnen will.
33Handelt nicht gottlos in dem Land, in dem ihr seid. Besonders vergossenes Blut bedeutet Gottlosigkeit im Land. Und vergossenes Blut kann das Land nicht wieder °ganz machen außer durch das Blut der Person, die es vergossen hat.