z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Chronik des Volkes Israel: Erstes Buch

Kapitel 21

1Es erhob sich aber ein °Widersacher gegen Israel und stiftete David an, eine Zählung Israels durchzuführen. 2Also sagte David zu Joab und zu den Führungskräften des °Volkes: »Geht, zählt Israel von Beërscheba bis Dan, und gebt mir Bescheid, damit ich ihre Zahl kenne.« 3Joab aber sagte: » Der Ewige möge sein °Volk hundertmal mehr vermehren, als sie bereits sind. Sind nicht, mein Herr, o König, alle °Untergebene meines Herrn? Warum verlangt mein Herr dies? Warum soll dies Israel schuldig werden lassen?« 4Der °Befehl des Königs aber setzte sich gegen Joab durch. Also ging Joab hinaus und zog in ganz Israel umher. Dann kam er nach Jerusalem zurück. 5Und Joab gab David die Zahl der Volkszählung bekannt: Ganz Israel umfasste 1.000 mal 1.000 plus 100.000 Männer, die das Schwert ziehen konnten, und Juda für sich 470.000 Männer, die das Schwert ziehen konnten. 6Levi und Benjamin mitten unter ihnen hatte er aber nicht gezählt, weil der °Befehl des Königs von Joab verabscheut wurde.
7Auch in den Augen der °Gottheit war dieser Befehl schlecht, so dass sie Israel schlug. 8Da sagte David zu der Gottheit: »Ich habe eine große °Verfehlung begangen, dass ich diesen °Befehl gegeben habe! So nimm doch jetzt die °Schuld deines °Getreuen fort, denn ich habe mich sehr dumm verhalten!« 9Darauf sagte der Ewige zu Gad, dem Visionär Davids: 10»Geh und rede mit David: So sagt der Ewige: Dreierlei breite ich vor dir aus; wähl dir eins davon aus, und ich werde es an dir tun.« 11Gad kam zu David und sagte zu ihm: »So sagt der Ewige: Nimm für dich Folgendes entgegen: 12entweder drei Jahre Hunger oder drei Monate Flucht vor denen, die dir etwas anhaben wollen, dass das Schwert derer, die dir feindlich gesinnt sind, dich einholen wird, oder drei Tage das Schwert des Ewigen, also Pest im Land, wobei die °Engelgestalt, die vom Ewigen gesandt wird, im ganzen Gebiet Israels Vernichtung bringen wird. Und nun sieh zu, was ich demjenigen, der mich geschickt hat, als °Antwort zurückbringen soll.« 13Da sagte David zu Gad: »Meine Not ist groß! Lass mich lieber in die Hand des Ewigen fallen, denn die Barmherzigkeit Gottes ist groß! In die Hand eines Menschen möchte ich nicht fallen.« 14Also legte der Ewige die Pest auf Israel, so dass aus Israel 70.000 Menschen fielen.
15Und die °Gottheit schickte eine °Engelgestalt nach Jerusalem, um es zu vernichten. Als die jedoch gerade vernichtete, sah dies der Ewige, und er bereute das Unheil und sagte zu der Engelgestalt, die vernichtete: »Genug! Hör jetzt auf mit deiner Hand!« Da blieb die Engelgestalt, die vom Ewigen gesandt wird, bei dem Dreschplatz Ornans, des Jebusiters, stehen. 16David aber hob seine Augen und sah die Engelgestalt, die vom Ewigen gesandt wird, zwischen Erde und Himmel stehend und ihr Schwert gezückt in ihrer Hand, ausgestreckt über Jerusalem. Da fielen David und die Ältesten, mit Bußgewändern bekleidet, auf ihr Angesicht. 17Und David sagte zur Gottheit: »War nicht ich es, der angeordnet hat, eine Zählung im °Volk durchzuführen, und war nicht ich derjenige, der die Verfehlung begangen hat? Ich habe etwas sehr Schlimmes getan! Doch diese Schafe, was haben sie getan? Ewiger, meine Gottheit, lass doch deine Hand auf mir und auf meiner Familie sein! Aber auf deinem Volk sei keine Plage!«
18Die Engelgestalt aber, die vom Ewigen gesandt wird, hatte zu Gad gesagt, er solle David sagen, dass David hinaufgehen solle, um einen Altar für den Ewigen auf dem Dreschplatz Ornans, des Jebusiters, zu errichten. 19Da war David hinaufgegangen gemäß dem °Wort Gads, das dieser im Namen des Ewigen gesprochen hatte. 20Ornan aber °wandte sich um. Da sah er die Engelgestalt. Und vier seiner Kinder versteckten sich bei ihm. Ornan war gerade beim Weizendreschen. 21David kam also zu Ornan heran, und Ornan blickte auf. Als er David sah, ging er von dem Dreschplatz hinunter und warf sich vor David nieder, mit dem Gesicht zur Erde. 22Da sagte David zu Ornan: »Gib mir den Ort des Dreschplatzes, dass ich auf ihm einen Altar für den Ewigen bauen kann; gegen den vollen Preis gib ihn mir, und die Plage wird vom °Volk fern gehalten werden.« 23Und Ornan sagte zu David: »Nimm ihn dir! Mein Herr, der König, soll tun, was in seinen Augen gut ist. Sieh, ich gebe die Rinder als °Brandopfer und den Dreschschlitten als Brennholz und den Weizen als °Opfergabe, alles gebe ich!« 24Aber König David sagte zu Ornan: »Nein, denn ich will es unbedingt gegen den vollen Preis kaufen, weil ich nicht für den Ewigen nehmen kann, was dein ist, um es als ein Brandopfer zu opfern, das mich nichts kostet.« 25Also gab David Ornan für den Ort Gold mit einem Gewicht von 600 Schekeln.