z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Kohelet

Kapitel 2

16Denn an die Weisen wird sich niemand mehr erinnern, ebenso wenig wie an die Unverständigen – °für immer. Deswegen, weil sie in den kommenden Tagen allesamt schon vergessen sein werden. Außerdem sterben doch die Weisen nicht anders als die Unverständigen! 17Da hasste ich das Leben, denn arg bedrückten mich die Werke, die unter der Sonne vollbracht wurden. O ja, all das ist häwäl – zwecklos und ein Jagen nach °Wind. 18Ich hasste all das, was ich mühsam errungen und für das ich mich unter der Sonne abgemüht hatte – weil ich es den Menschen überlassen muss, die nach mir sein werden. 19Wer weiß aber, ob sie weise sein werden oder dumm? Doch sie werden Macht haben über all mein mühsam Erreichtes, für das ich mich unter der Sonne abgemüht und durch das ich mich als weise erwiesen habe. Auch das ist häwäl – absolut unbegreiflich! 20Es trieb mich um, mein °Herz vollends der Verzweiflung zu überlassen – wegen all der Mühe, die ich mir unter der Sonne gemacht habe. 21Denn es gibt einen Menschen, der etwas mühsam durch Weisheit, Erkenntnis und Geschick erringt. Aber anderen Menschen, die sich nicht darum bemüht haben, muss er es einst als Erbe hinterlassen! Auch das ist häwäl – eine Ironie, und in vielfacher Hinsicht schlecht. 22Denn was bleibt den Menschen von all ihrer Mühe und vom Streben ihres °Herzens, womit sie sich unter der Sonne abgemüht haben? 23Da doch all ihre Tage aus Schmerzen bestehen und ihre Beschäftigungen nichts als Ärger bringen. Selbst in der Nacht legt sich ihr °Herz nicht zur Ruhe. Auch das ist häwäl – völlig widersinnig. 24Ist nichts Gutes in den Menschen, die essen und trinken und bei all der Mühe ihren °Hunger und Durst mit Gutem stillen?(478) Ich jedenfalls habe gesehen, dass dies aus der Hand °Gottes kommt. 25Denn es heißt:
»Wer isst und wer sorgt sich ohne mich?«
26Es ist wahr: Dem Menschen, der sich vor Gott als gut erweist, gibt Gott Weisheit, Erkenntnis und Lebensfreude. Denen aber, die sich °schuldig machen, überlässt Gott die Aufgabe, zu sammeln und anzuhäufen, um es denen zu geben, die sich vor Gott als gut erweisen. Auch das ist häwäl – absurd, ein Jagen nach °Wind.