z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 4

10Mose sagte zu Ihr: »Ach, meine °Herrin, ich habe noch nie gut reden können, auch nicht, seitdem du mit mir sprichst. Mein Mund ist unbeholfen, meine Zunge schwer.« 11Er zu ihm: »Wer hat dem Menschen die Sprache gegeben? Wer lässt manche stumm oder taub, sehend oder blind sein? Bin nicht ich es, Ich-bin-da? 12Darum mach dich auf, ich werde bei dir sein und dir sagen, was du reden sollst.« 13Aber Mose erwiderte: »Ach nein, meine °Herrin! Schicke, wen du willst!«
14Da wurde Er wütend auf Mose und sagte: »Du hast einen Bruder, Aaron, den Leviten. Ich weiß, dass er redegewandt ist. Pass auf, er kommt zu dir, und er freut sich, wenn er dich sieht. 15Du sollst mit ihm reden und ihm die °Worte in den Mund legen. Ich werde dein und sein Reden unterstützen; ich unterweise euch in eurem Tun. 16Er soll an deiner Stelle zum °Volk sprechen, er wird dein Sprachrohr sein, und du sollst ihm gegenüber °Gottes Stelle einnehmen. 17Diesen Stock hier nimm zur Hand, mit ihm kannst du die Wunderzeichen wirken.«
18Mose kehrte nun zu seinem Schwiegervater Jitro zurück und sagte zu ihm: »Ich möchte wieder zu meinen Geschwistern in Ägypten gehen um zu sehen, ob sie noch am Leben sind.« Jitro sagte zu Mose: »Zieh in °Frieden19Da sprach auch Sie in Midian zu Mose: »Mache dich auf, °kehre nach Ägypten zurück. Alle diejenigen, die dir nach dem Leben trachteten, sind tot.« 20Mose nahm daraufhin seine Frau und Kinder, setzte sie auf den Esel und brach auf nach Ägypten. Den °Gottesstab trug er in der Hand. 21Er wiederholte: »Wenn du nach Ägypten kommst, dann tue vor Pharao alle die Wunderzeichen, die ich dir anvertraut habe. Ich werde ihn allerdings so °starrsinnig(35) machen, dass er das Volk nicht freilässt. 22Sage Pharao: So spricht Sie: ›Israel ist mein erstgeborenes Kind. 23Ich befehle dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir einen Gottesdienst ausrichten kann. Falls du dich weigerst, ihn gehen zu lassen, werde ich deinen erstgeborenen Sohn töten.‹«
24Einmal, als sie unterwegs übernachteten, überfiel Er den Trupp und wollte Mose töten. 25Da nahm Zippora einen scharfen Stein, schnitt damit die Vorhaut ihres Sohnes ab und berührte Moses Scham. Sie sagte dabei: »Ja, sei mir ein Blutbräutigam!« 26Der Angreifer ließ von ihm ab, weil sie bei der Beschneidung ›Blutbräutigam‹ gesagt hatte.(36)
27Sie wandte sich an Aaron: »Geh Mose in die Wüste entgegen.« Er tat das und traf ihn am Gottesberg; er küsste ihn. 28Mose berichtete Aaron von dem Auftrag, den Er ihm gegeben hatte, und von all den Zeichen, die er ausführen sollte. 29Nun machten Mose und Aaron sich daran, alle Ältesten Israels zusammenzubringen. 30Aaron verkündete °alle Anweisungen, die Sie dem Mose gegeben hatte, und Mose führte öffentlich die Wunderzeichen vor. 31Da war das °Volk °überzeugt; man glaubte nun, dass Er sich Israels angenommen und seine Not bemerkt hatte. Die Gemeinde warf sich anbetend nieder.