z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 21

14Hat jemand dagegen vorsätzlich und hinterhältig getötet, dann soll man ihn oder sie sogar von meinem Altar wegholen und hinrichten. 15Wer immer Vater oder Mutter schlägt, ist dem Tod verfallen. 16Wer immer einen Menschen entführt und verkauft – und das Opfer wird noch bei ihm oder ihr entdeckt –, ist dem Tod verfallen. 17Wer immer Vater oder Mutter verflucht, ist dem Tod verfallen. 18Wenn Menschen gegeneinander handgreiflich werden und einer schlägt den anderen mit einem Stein oder der bloßen Faust, so dass die verletzte Person zwar nicht stirbt, aber bettlägerig wird 19und bald wieder aufstehen und am Stock umhergehen kann, dann bleibt der Schläger oder die Schlägerin straflos. Sie müssen jedoch für Unterhalt und Behandlung des oder der Geschädigten aufkommen. 20Schlägt jemand den eigenen °Sklaven oder die eigene Sklavin mit einem Stock, so dass der Tod unmittelbar eintritt, dann muss das Opfer gerächt werden. 21Bleibt der oder die Geschlagene jedoch noch ein paar Tage am Leben, gehen die Schuldigen straflos aus, denn sie haben sich ja selbst geschädigt.(57)
22Raufen Männer miteinander und stoßen dabei eine schwangere Frau, so dass ihr die Frucht abgeht, ohne dass weiterer Schaden eintritt, muss Schadenersatz geleistet werden. Der Ehemann der Geschädigten kann seine Höhe festsetzen; eine gerichtliche Bestätigung ist einzuholen. 23Trägt die Frau weiteren Schaden davon, tritt das Ausgleichsprinzip ein: °Leben für Leben; 24Auge für Auge; Zahn für Zahn; Hand für Hand; Fuß für Fuß; 25Verbrennung für Verbrennung; Platzwunde für Platzwunde; Kratzer für Kratzer. 26Wenn jemand seinem °Sklaven oder seiner Sklavin ein Auge verletzt, dass es ausfließt, soll die geschädigte Person wegen dieses Verlustes kostenlos freigelassen werden. 27Ist es ein Zahn, der einer Sklavin oder einem Sklaven ausgeschlagen wird, dann bekommt die geschädigte Person wegen des Zahns ihre Freiheit zurück.
28Wenn ein Stier einen Mann oder eine Frau tödlich verletzt, wird der Stier gesteinigt. Sein °Fleisch darf man nicht essen; Besitzer oder Besitzerin des Tieres bleiben straffrei. 29Hat der Stier jedoch vorher schon öfter zugestoßen und war das den Verantwortlichen bekannt, ohne dass man das Tier besonders verwahrt hätte, und es tötet wieder einen Mann oder eine Frau, so wird der Stier gesteinigt und auch sein Halter oder seine Halterin muss sterben. 30Wird ihm oder ihr die Zahlung eines °Sühnegeldes zugestanden, dann muss er bzw. sie die auferlegte Summe entrichten und sich damit freikaufen. 31Verletzt der Stier einen Jungen oder ein Mädchen tödlich, soll man den gleichen Rechtssatz anwenden. 32Tötet der Stier einen Sklaven oder eine Sklavin, muss der Besitzer oder die Besitzerin 30 Silberschekel an die geschädigte Familie zahlen. Der Stier wird gesteinigt.
33Wenn jemand eine Zisterne offen stehen lässt, oder sie frisch aushebt und nicht abdeckt, und es verunglückt darin ein Rind oder ein Esel, 34dann muss der Eigentümer oder die Eigentümerin der Zisterne den Wert des Tieres ersetzen, darf aber den Kadaver behalten. 35Wenn ein Rind das Tier eines oder einer anderen tödlich verletzt, soll man das lebende Rind verkaufen und den Erlös untereinander teilen. Das getötete Tier soll ebenfalls geteilt werden. 36War aber bekannt, dass das Rind schon öfter zugestoßen hatte und sein Besitzer oder seine Besitzerin hatte es nicht besonders verwahrt, dann soll er oder sie vollen Ersatz leisten – ein lebendes Rind für das tote –, aber den Kadaver behalten. 37Wenn jemand ein Rind oder Schaf oder eine Ziege stiehlt und das Tier schlachtet oder verkauft, so muss sie oder er im ersten Fall fünf Rinder erstatten, in den anderen Fällen vier Schafe oder Ziegen.