z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 12

12Ich werde in jener Nacht durch Ägypten gehen und alles Erstgeborene im Lande töten, angefangen bei den Menschen, bis hin zu den Tieren. Gegen alle °Gottheiten Ägyptens vollstrecke ich die Strafen, ich heiße Ich-bin-da . 13Das Blut an euren Häusern soll für euch ein Schutzzeichen sein. Ich sehe, wo ihr wohnt, und gehe an euren Häusern vorbei; sie soll mein vernichtender Schlag nicht treffen, wenn ich tötend durch Ägypten gehe. 14Dieser Tag wird euch zum Gedenktag, ihr sollt ihn künftig mit einem Fest für Mich begehen. Das ist für immer eure Pflicht. 15Sieben Tage werdet ihr Mazzen essen. Schon am ersten Tag müsst ihr den Sauerteig aus euren Häusern entfernen, denn jemand, der an diesen sieben Tagen gesäuertes Brot isst, wird aus der Gemeinschaft Israels ausgestoßen. 16Am ersten und am siebten Tag soll eine °heilige Festversammlung stattfinden. Ihr dürft an diesen Tagen keinerlei Arbeiten verrichten, nur die Zubereitung der für alle notwendigen Speisen ist erlaubt. 17Beachtet genau das Mazzengebot, denn eben an diesem Tage habe ich euch in euren Stammesverbänden aus Ägypten herausgebracht. Haltet den Tag in Zukunft sorgfältig ein; das ist für immer eure Pflicht. 18Ihr fangt abends mit dem Anbruch des 14. Tages dieses Monats an und esst Mazzen bis zum Abend des 21. Tages. 19Sieben Tage lang darf man in euren Häusern keinen Sauerteig finden. Jeder Mensch, der Gesäuertes isst, verwirkt sein Leben, er wird aus der Gemeinde Israel ausgemerzt, sei er nun fremd oder einheimisch. 20Gesäuertes darf einfach nicht gegessen werden; in allen euren Siedlungen sollt ihr Mazzen essen.‹«
21Mose rief die Familienvorstände Israels zusammen und redete zu ihnen: »Nun geht, sucht euch für jeden Haushalt ein Lamm, schächtet es zum Pessachmahl. 22Dann nehmt ihr ein Büschel Ysop, taucht es in die Schale mit dem Blut und bestreicht damit den Querbalken und die beiden Seitenpfosten der Tür. Ihr selbst dürft bis zum nächsten Morgen das Haus nicht verlassen. 23Wenn Sie umhergehen und die Menschen in Ägypten schlagen wird, sieht sie das Blut an der Tür eurer Häuser. Er überschlägt dann diese Tür und gestattet nicht, dass das tödliche Verderben in eure Häuser einzieht. 24Haltet alle diese °Regeln ein, sie sind für euch und alle eure Nachkommen eine immerwährende Pflicht. 25Wenn ihr also in das Land kommt, das Sie euch zugesagt hat, sollt ihr diesen °Gottesdienst weiter halten. 26Eure Kinder werden euch dann fragen: ›Warum feiert ihr diesen Gottesdienst?‹ 27Ihr sollt ihnen antworten: ›Das ist das Pessachopfer für Ihn. Er ist damals in Ägypten, als er die Bevölkerung schlug, schonend an den Häusern Israels vorbeigegangen. Unsere Wohnstätten hat er gerettet!‹« Da fiel das ganze °Volk auf die Knie und verharrte in Anbetung. 28Dann machten sich die Frauen und Männer Israels daran, alles genau so auszuführen, wie Sie es ihnen durch Mose und Aaron aufgetragen hatte.
29Gegen Mitternacht schlug Er alle Erstgeborenen in Ägypten tot, angefangen vom mitregierenden Kronprinzen Pharaos bis zum Sohn des Gefangenen im Kerker, auch alle erstgeborenen Tiere. 30Pharao, seine Beamten und die ganze Einwohnerschaft wachten in jener Nacht auf und stimmten ein gewaltiges Klagegeschrei an. Es gab kein Haus in Ägypten, in dem nicht Tote zu betrauern waren. 31Noch in der Nacht rief Pharao Mose und Aaron zu sich und sagte: »Macht euch alle fort aus meinem Land, ihr mitsamt den Israeliten und Israelitinnen. Geht, haltet Gottesdienst für Sie, wie ihr das gefordert habt. 32Nehmt euer ganzes Vieh mit, wie ihr es wolltet, nur fort mit euch, aber segnet mich noch.« 33Auch die einfachen Menschen drängten das Volk, nur schnell das Land zu verlassen; sie dachten: »Wir werden noch alle zugrunde gehen!«. 34Die Israelitinnen und Israeliten aber nahmen den Teig ungesäuert mit; sie wickelten die Backtröge in ihre Gewänder und legten sie sich auf die Schultern. 35Sie hatten auch die Anweisung des Mose befolgt und von den Ägypterinnen und Ägyptern Silber- und Goldsachen, sowie Festkleider gefordert. 36Er verschaffte dem Volk in Ägypten so großen °Respekt, dass die Menschen bereitwillig alles hergaben. Auf diese Weise entwendete man den Ägyptern und Ägypterinnen ihren Schmuck.