z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Zweites Buch

Kapitel 3

1Der Krieg zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids zog sich lange hin. David wurde immer stärker, und das Haus Sauls wurde immer schwächer.
2David wurden in Hebron Söhne geboren: Sein Ältester war Amnon, von Ahinoam, der Jesreëliterin. 3Sein zweiter war Kilab, von Abigajil, der Frau Nabals aus Karmel. Der dritte war Abschalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Königs von Geschur. 4Der vierte war Adonija, der Sohn der Haggit. Der fünfte war Schefatja, der Sohn der Abital. 5Und der sechste war Jitream, von Egla, der Frau Davids. Diese wurden David in Hebron geboren.
6Solange der Krieg zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids andauerte, hielt Abner fest zum Haus Sauls. 7Nun hatte Saul eine Nebenfrau mit Namen Rizpa, eine Tochter Ajas, gehabt. Und Isch-Boschet sagte zu Abner: »Warum hast du mit der Nebenfrau meines Vaters verkehrt?« 8Da geriet Abner in starken Zorn über seine Worte und sagte: »Bin ich denn ein Hundskopf aus Juda? Bis heute stehe ich °unverbrüchlich zum Haus deines Vaters Saul, zu seinen Verwandten und seinem Anhang, und habe dich nicht in die Hand Davids geraten lassen. Und da hältst du mir heute ein °Vergehen an dieser Frau vor! 9Gott soll Abner dies antun und noch mehr: Das was der Heilige David geschworen hat, das führe ich für ihn aus, 10nämlich das Königtum vom Haus Sauls auf ihn übergehen zu lassen und den Thron Davids über Israel und über Juda aufzurichten, von Dan bis Beërscheba.« 11Und er konnte dem Abner kein Wort erwidern aus Furcht vor ihm. 12Dann schickte Abner eine °Botschaft zu David in seinem eigenen Namen mit den Worten: »Wem gehört das Land?« Und: »Schließ doch ein °Bündnis mit mir, so hast du meine Unterstützung, ganz Israel auf deine Seite zu bringen!« 13Der sagte: »Gut, ich schließe ein Bündnis mit dir. Aber eines verlange ich von dir: Du sollst mir nicht unter die Augen treten, bevor du mir Michal, die Tochter Sauls, bringst. Wenn du dann kommst, kannst du mir unter die Augen treten.« 14Dann schickte David Boten an Isch-Boschet, den Sohn Sauls, mit den Worten: »Gib mir meine Frau Michal, die ich mir um 100 Philistervorhäute erworben habe!« 15Da schickte Isch-Boschet hin und ließ sie ihrem Mann wegnehmen, dem Paltiël ben-Lajisch. 16Und ihr Mann ging mit ihr, ging immerzu weinend hinter ihr her, bis Bahurim. Dann sagte Abner zu ihm: »Auf, kehr um!« Und er kehrte um. 17Es war aber folgende Botschaft Abners an die Ältesten Israels gegangen: »Ihr wollt doch schon länger David als König über euch haben. 18Nun handelt! Denn der Heilige hat zu David gesagt: Durch die Hand Davids, meines Getreuen, rette ich mein Volk Israel aus der Hand des Philistervolkes und aus der Hand aller seiner Feinde.« 19Dies trug Abner einerseits in Benjamin vor, dann ging Abner hin, um andrerseits David in Hebron alles vorzutragen, was Israel und das ganze Haus Benjamin für gut erachteten. 20So kam Abner zu David nach Hebron, und mit ihm waren 20 Leute. David veranstaltete für Abner und die Leute, die bei ihm waren, ein Festgelage. 21Da sagte Abner zu David: »Ich will mich aufmachen, hingehen und ganz Israel um meinen Herrn, den König, versammeln. Sie sollen mit dir ein °Bündnis schließen, und du sollst König sein über alles, wonach °du Verlangen hast.« Dann entließ David Abner, und er ging unbehelligt davon. 22Doch schon kamen Davids Soldaten mit Joab von einem Streifzug und brachten eine große Beute mit. Abner aber war nicht mehr bei David in Hebron, denn er hatte ihn ja entlassen, und er war °unbehelligt gegangen. 23Dann kam Joab und die ganze Truppe, die bei ihm war. Und Joab wurde mitgeteilt: »Abner ben-Ner ist zum König gekommen, der hat ihn wieder entlassen, und er ist unbehelligt davongegangen.« 24Da ging Joab zum König und sagte: »Was hast du getan? Nun ist also Abner zu dir gekommen! Warum nur hast du ihn wieder entlassen, so dass er einfach so fortgehen konnte? 25Du kennst doch Abner ben-Ner! Dich zu täuschen ist er gekommen, um dein Tun und Lassen zu erkunden, um überhaupt alles zu erkunden, was du tust.«