z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Zweites Buch

Kapitel 24

1Einmal flammte der Zorn des Heiligen wieder stärker gegen Israel auf und er reizte David gegen sie, indem er sagte: »Geh, zähle Israel und Juda!« 2Da sagte der König zu Joab, dem Heerführer, der bei ihm war: »Zieh doch durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beërscheba. Mustert die wehrfähige Bevölkerung, so dass ich deren Gesamtzahl kenne.« 3Da sagte Joab zum König: » Der Heilige, deine Gottheit, sie möge das Volk, wie viele sie auch sind, hundertfach vermehren, während die Augen meines Herrn, des Königs, zusehen. Aber mein Herr, o König, warum liegt ihm an diesem Plan?« 4Doch der Plan des Königs stand fest gegenüber Joab und den Heerführern. So zog Joab mit den Heerführern vor dem König los, um die wehrfähige Bevölkerung Israels zu mustern. 5Sie überquerten den Jordan und lagerten bei Aroër, südlich der Stadt, mitten im Flusstal von Gad und in der Richtung von Jaser. 6Sie kamen nach Gilead und ins Unterland, nach Tachtim-Hodschi. Sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgebung von Sidon. 7Sie kamen zur Festung von Tyrus und in alle Städte der Hiwiterinnen und Hiwiter und der Menschen von Kanaan. Dann zogen sie in den Süden Judas nach Beërscheba. 8So waren sie im ganzen Land unterwegs und kamen nach neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem. 9Joab übergab die Zahlen der Musterung der wehrfähigen Bevölkerung dem König: Das waren in Israel 800.000 taugliche Männer, die ein Schwert führten, und in der Bevölkerung Judas waren es 500.000 Männer.
10Aber Davids °Herz schlug ihm, nachdem er die Truppen gezählt hatte. Da sagte David zu dem Heiligen: »Ich habe mit dem, was ich getan habe, eine große °Verfehlung begangen. Doch jetzt, Heiliger, lass doch die °Sünde deines Getreuen durchgehen, denn ich habe sehr dumm gehandelt.« 11Am Morgen stand David auf. Da ereignete sich das Wort des Heiligen für Gad, den Propheten, den Seher Davids: 12»Geh, sag David: So spricht der Heilige: Dreierlei will ich dir auferlegen. Wähle dir eins davon aus. Das will ich dir antun.« 13Gad kam zu David, berichtete ihm und sagte zu ihm: »Sollen zu dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? Oder willst du drei Monate vor deinen Feinden fliehen, während sie dich verfolgen? Oder soll drei Tage die Seuche in deinem Land wüten? Jetzt denk nach und sieh, welche Antwort ich dem, der mich geschickt hat, zurückbringen soll.« 14David sagte zu Gad: »Ich bin in großer Not! Lasst uns in die Hand des Heiligen fallen, denn Gottes Erbarmen ist groß. Den Menschen will ich nicht in die Hände fallen.« 15Da ließ der Heilige die Seuche in Israel ausbrechen, von dem Morgen an bis zum festgesetzten Zeitpunkt, und vom Volk starben von Dan bis Beërscheba 70.000 Menschen. 16Als der °Bote seine Hand nach Jerusalem ausstreckte, um ihm Vernichtung zu bringen, hatte der Heilige Mitleid wegen des Elends und sagte zu dem Boten, der Vernichtung unter das Volk brachte: »Genug jetzt! Nimm deine Hand zurück.« Der °Bote des Heiligen war da gerade bei der Tenne Araunas, des Jebusiters. 17David sagte zu dem Heiligen, als er den Boten sah, der das Volk schlug – er sagte: »Sieh! Ich habe gesündigt und ich habe verkehrt gehandelt. Aber diese Schafe: Was haben die getan? Richte doch deine Hand gegen mich und meine Familie.«
18Gad kam zu David an diesem Tag und sagte zu ihm: »Geh hinauf und errichte für den Heiligen einen Altar auf dem Dreschplatz des Jebusiters Arauna.« 19David ging hinauf, wie Gad gesagt hatte, ganz wie der Heilige es geboten hatte. 20Als Arauna herausschaute und den König und seine Leute zu ihm herankommen sah, ging Arauna hinaus und warf sich vor dem König nieder mit dem Gesicht auf die Erde. 21Arauna sagte: »Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem °Sklaven?« David sagte: »Um dir deinen Dreschplatz abzukaufen und einen Altar für den Heiligen zu errichten, damit die Plage im Volk ein Ende hat.« 22Da sagte Arauna zu David: »Nimm und bring als Opfer dar, mein Herr, o König, was dir gut erscheint. Sieh her, da sind die Rinder als Opfer und die Dreschschlitten und das Joch der Rinder als Feuerholz. 23Das alles, o König, schenkt Arauna dem König.« Arauna sagte zum König: » Der Heilige, deine Gottheit, möge Wohlgefallen an dir haben.« 24Da sagte der König zu Arauna: »Nein, ich will wirklich für einen echten Kaufpreis von dir kaufen und nicht den Heiligen, meiner Gottheit, kostenlose Opfer darbringen.« So kaufte David den Dreschplatz und die Rinder für 50 Schekel Silber. 25David errichtete dort einen Altar für den Heiligen und brachte °Ganzopfer und °Gemeinschaftsopfer dar. Da erhörte der Heilige die Bitten für das Land, und die Plage hatte ein Ende in Israel.