z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die Gemeinde in Korinth: Zweiter Brief

Kapitel 5

1Wir wissen doch: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann bekommen wir einen Ort zum Wohnen, den Gott uns bereitet, ein nicht von Menschenhand gebautes, °Zeiten und Welten überdauerndes Haus im Himmel. 2Darum stöhnen wir laut. Wir sehnen uns danach, die himmlische Wohnung wie ein Kleid überzuziehen. 3Nur wenn wir wirklich überkleidet werden, stehen wir nicht nackt da. 4Denn während wir in diesem Zelt leben, stöhnen wir und haben es schwer. Wir wollen uns ja dieses Zelt nicht wegziehen lassen, sondern lieber das andere darüberziehen. Das, was dem Tod ausgeliefert ist, soll doch dem Leben einverleibt werden. 5Für das Leben hat Gott uns doch geschaffen und uns als Anzahlung die °Geistkraft geschenkt.
6So sind wir zu jeder Zeit zuversichtlich, wir wissen ja: Wir sind im °Körper zu Hause und wir leben in der Fremde, fern von °dem, dem wir gehören. 7Denn im °Vertrauen gehen wir unseren Weg, nicht aber in Orientierung an der sichtbaren Gestalt. 8Doch wir sind zuversichtlich und wollen viel lieber das Zuhause im Körper verlassen, um bei dem, dem wir gehören, zu Hause zu sein. 9Darum ist es für uns von größtem Wert, ihm zu gefallen, ob wir dabei zu Hause oder fern vom Zuhause sind. 10Denn wir alle müssen vor dem Gerichtssitz des °Messias erscheinen, damit jede und jeder unter uns etwas für das erhält, was wir im Laufe des °Lebens getan haben, sei es Gutes oder sei es Böses.
11Wir wissen, dass wir dem Ewigen °Ehrfurcht entgegenbringen sollen. Deshalb versuchen wir nun, Menschen zu überzeugen; Gott kennt uns ja durch und durch. Ich hoffe aber, dass auch eure Urteilskraft das erkennt. 12Wir wollen uns nicht schon wieder vor euch anpreisen, sondern euch Gelegenheit geben, auf uns stolz zu sein. Denn ihr sollt etwas gegenüber denen in der Hand haben, die stolz auf Äußerlichkeiten sind und nicht auf ein °verständiges Herz. 13Denn wenn wir verrückt gewesen sind, dann für Gott. Sind wir vernünftig, dann für euch. 14Denn die Liebe des °Messias hält uns zusammen, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind sie alle gestorben. 15Er ist für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und °aufgeweckt worden ist. 16Daher beurteilen wir von jetzt an niemanden mehr nach °menschlichen Maßstäben. Und auch wenn wir den Messias nach menschlichen Maßstäben beurteilt haben, tun wir es jetzt doch nicht mehr. 17Daher: Alle, die mit °Christus verbunden sind, sind neu erschaffen. Das Erste ging vorüber, seht: Neues kam zur Welt.
18Doch alles geht von Gott aus: Gott versöhnt uns durch den °Messias mit sich selbst und gibt uns die °Aufgabe, die Versöhnung zu vermitteln: 19Ja, °Gott war es, der im Messias die Welt mit sich versöhnt hat. Gott rechnete ihnen ihre Vergehen nicht an und hat unter uns das °Wort von der Versöhnung in Kraft gesetzt. 20Im Auftrag des Messias sind wir nun Gesandte in der Überzeugung, dass Gott euch durch uns ersucht. So bitten wir an Stelle des Messias: Lasst euch versöhnen mit Gott! 21°Gott hat ihn, der keinerlei °Sünde getan hatte, an unserer Stelle zu einem °sündigen Menschen gemacht, damit wir Gottes °Gerechtigkeit verkörpern, in eins mit Jesus.