z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Ezechiel

Kapitel 23

1Da erreichte mich das °Wort des Lebendigen: 2Du, °Mensch, es waren zwei Frauen, Töchter einer Mutter. 3Die hurten in Ägypten, in ihrer Jugend hurten sie. Dort wurden ihre Brüste gestreichelt und dort betastete man ihren jungen Busen. 4Was ihre Namen betrifft: Ohola heißt die große und Oholiba(320) ihre Schwester. Sie wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Was ihre Namen betrifft: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba. 5Ohola trieb Hurerei, hinterging mich und sie sehnte sich nach ihren Liebhabern, den Assyrern, die sich ihr näherten. 6Sie waren in blauen Purpur gekleidet, Statthalter und Staatsvertreter waren sie, junge, begehrenswerte Männer allesamt, Reiter hoch zu Ross. 7Und sie richtete ihr Begehren auf sie – lauter auserlesene Assyrer – und mit allen, nach denen es sie gelüstete, mit all deren Truggottheiten, entwürdigte sie sich selbst. 8Auch ihre sexuellen Beziehungen zu den Ägyptern brach sie nicht ab. Denn schon in ihrer Jugend hatten sie bei ihr gelegen, ihren jungen Busen betastet und ihre Hurerei über sie ausgegossen. 9Deshalb habe ich sie der Hand ihrer Liebhaber überlassen, der Hand der Assyrer, nach denen sie Verlangen hatte. 10Sie haben ihre Nacktheit bloßgelegt, ihre Söhne und ihre Töchter weggenommen. Sie selbst haben sie mit dem Schwert erschlagen. So wurde sie unter den Frauen zum warnenden Beispiel, und sie vollstreckten das Gericht an ihr.
11Ihre Schwester Oholiba sah es, und sie handelte in ihrer Begierde noch schlimmer als sie, sie steigerte ihre hurerischen Exzesse im Vergleich zu ihrer Schwester. 12Sie begehrte die Assyrer, die sich ihr näherten, Statthalter und Staatsvertreter waren sie, gekleidet in prächtige Gewänder, Reiter hoch zu Ross, junge, begehrenswerte Männer allesamt. 13Ich sah, dass sie sich °entwürdigt hatten, der Weg beider war gleich. 14Jedoch steigerte sie ihre Hurerei weiter: Denn sie sah Männer in Zeichnungen an der Wand, Abbilder von Chaldäern, mit roter Farbe gemalt, 15ihre Hüften mit einem Gürtel gegürtet, auf ihren Köpfen herabhängende Turbane, alle sehen aus wie Offiziere, ein Abbild der Babylonier, die aus Chaldäa stammen. 16Diese begehrte sie, als sie diese sah, und sie sandte °Boten zu ihnen nach Chaldäa. 17Die Babylonier kamen zu ihrem Liebeslager, und sie machten sie °unrein mit ihrer Lust. Doch als sie sich an ihnen unrein gemacht hatte, wandte sie °sich von ihnen ab. 18Und als sie ihre Hurerei und ihre Nacktheit aufgedeckt hatte, da wandte ich °mich von ihr ab, ebenso wie ich mich von ihrer Schwester abgewandt hatte. 19Sie aber machte ihre hurerischen Exzesse noch zahlreicher dadurch, dass sie sich an die Tage ihrer Jugend erinnerte, in denen sie im Land Ägypten herumgehurt hatte. 20Sie bekam Verlangen nach ihren Liebhabern, deren °Potenz wie die Potenz von Eseln und deren Erguss wie der Erguss der Pferde war. 21Du sehntest dich nach dem zügellosen Treiben deiner Jugend, als man in Ägypten deinen Busen betastete, wegen deiner jungen Brüste.
22Darum, Oholiba, so spricht der Lebendige, mächtig über allen: Siehe! – ich bin dabei, deine Liebhaber, von denen du °dich abgewandt hast, gegen dich aufzuhetzen, und ich bringe sie von allen Seiten über dich. 23Männer aus Babylon und alle Chaldäer, Pekod, Schoa und Koa, alle Assyrer, ihre anmutigen jungen Männer, Statthalter und Staatsvertreter sind sie allesamt, Offiziere und hochrangige Männer, allesamt hoch zu Ross. 24Sie greifen dich von Norden an, mit Wagen und Rädern und Scharen von °Völkern. Langschild, Kleinschild und Helme richten sie ringsumher gegen dich auf. Ich übergebe ihnen das °Gericht und sie werden dich nach ihren °Gesetzen richten. 25Ich bringe meine Leidenschaft über dich, und sie werden im glühenden Zorn an dir handeln. Deine Nase und deine Ohren werden sie abschneiden, und die nach dir kommt, wird durch das Schwert fallen. Deine Söhne und Töchter werden sie wegnehmen, und was nach dir kommt, wird das Feuer verzehren.