z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Ezechiel

Kapitel 20

1Es geschah im siebten Jahr, im fünften Monat, am zehnten Tag des Monats: Einige von den Ältesten Israels kamen, um den Lebendigen zu befragen. Sie setzten sich vor mich hin. 2Da erreichte mich das °Wort des Lebendigen:
3°Mensch, rede mit den Ältesten Israels und sage zu ihnen: So spricht der Lebendige, mächtig über allen: Seid ihr etwa gekommen, um mich zu befragen? So wahr ich lebe: Ich werde nicht auf eure Fragen eingehen – Ausspruch des Lebendigen, °mächtig über allen.
4Willst du sie °anklagen? Willst du die Klage führen, Mensch? Mach ihnen klar, dass ihre Vorfahren verachtet haben, was heilig ist! 5Sage zu ihnen: So spricht der Lebendige, mächtig über allen: An dem Tag, an dem ich Israel erwählte, habe ich den Nachkommen vom Haus Jakob einen Eid geschworen und gab mich ihnen zu erkennen im Land Ägypten. So habe ich ihnen geschworen: Ich bin der Lebendige, °Gott für euch. 6An diesem Tag habe ich ihnen geschworen, sie aus dem Land Ägypten herauszuführen in ein Land, das ich für sie entdeckt hatte, überfließend von Milch und Honig, das schönste aller Länder. 7Ich sprach zu ihnen: Werft die Idole eurer Augen weg und °entwürdigt euch nicht mit den ägyptischen Truggottheiten. Ich bin der Lebendige, Gott für euch. 8Aber sie lehnten sich gegen mich auf und wollten nicht auf mich hören: Die Idole ihrer Augen warfen sie nicht weg und die ägyptischen Truggottheiten gaben sie nicht auf. Da dachte ich daran, meinen glühenden Zorn über sie auszuschütten, mein Wutschnauben an ihnen auszulassen mitten im Land Ägypten. 9Aber ich tat es dann nicht wegen meines Namens, damit er nicht bloßgestellt würde vor den Augen der °Nationen, unter denen die Israelitinnen und Israeliten waren. Ihnen hatte ich mich zu erkennen gegeben vor den Augen der Nationen, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen.
10Ich führte sie aus dem Land Ägypten heraus und ließ sie in die Wüste kommen. 11Ich gab ihnen meine Bestimmungen und ließ sie meine °Rechtsordnung kennen lernen, deren Erfüllung Menschen lebendig macht. 12Auch meine Sabbate gab ich ihnen, als Zeichen zwischen mir und ihnen, damit bekannt würde, dass ich der Lebendige bin, der sie °heiligt. 13Aber das Haus Israel lehnte sich gegen mich auf in der Wüste. Meinen Bestimmungen folgten sie nicht und meine Rechtsordnung, deren Erfüllung Menschen lebendig macht, verachteten sie. Auch meine Sabbate traten sie mit Füßen. Da dachte ich daran, meinen glühenden Zorn über sie auszuschütten in der Wüste, um sie zu vernichten. 14Aber ich tat es dann nicht wegen meines Namens, damit er nicht bloßgestellt würde vor den °Nationen, vor deren Augen ich die Israelitinnen und Israeliten herausgeführt hatte. 15Und doch habe ich ihnen in der Wüste geschworen, sie nicht in das zugesagte Land zu bringen, ein Land überfließend von Milch und Honig, das schönste aller Länder. 16Denn sie verachteten meine °Rechtsordnung, folgten meinen Bestimmungen nicht und traten meine Sabbate mit Füßen, weil ihre °Herzen an ihren Truggottheiten hingen. 17Doch ich sah darüber hinweg, so dass ich sie nicht zugrunde richtete. Ich brachte nicht die Vernichtung über sie in der Wüste.
18Zu ihren Nachkommen sprach ich in der Wüste: Folgt nicht den Bestimmungen eurer Vorfahren! Ihre Rechtsordnung bewahrt nicht! °Entwürdigt euch nicht mit ihren Truggottheiten! 19Ich bin der Lebendige, Gott für euch – meinen Bestimmungen folgt und meine °Rechtsordnung bewahrt und verwirklicht! 20Meine Festzeiten °haltet heilig, als Zeichen zwischen mir und euch, damit bekannt werde, dass ich der Lebendige bin, Gott für euch. 21Aber die Nachkommen lehnten sich gegen mich auf. Meinen Bestimmungen folgten sie nicht, meine Rechtsordnung, deren Erfüllung Menschen lebendig macht, bewahrten und verwirklichten sie nicht. Meine Sabbate traten sie mit Füßen. Da dachte ich daran, meinen glühenden Zorn über sie auszuschütten und mein Wutschnauben an ihnen auszulassen in der Wüste. 22Aber ich hielt meine Hand zurück und tat es dann nicht wegen meines Namens, damit er nicht bloßgestellt würde vor den °Nationen, vor deren Augen ich die Israelitinnen und Israeliten herausgeführt hatte. 23Und doch habe ich ihnen in der Wüste geschworen, sie unter die Nationen zu zerstreuen und in die Länder zu versprengen. 24Denn sie verwirklichten meine °Rechtsordnung nicht und verachteten meine Bestimmungen. Meine Sabbate traten sie mit Füßen, und ihre Augen klebten an den Truggottheiten ihrer Vorfahren. 25Da gab auch ich ihnen Bestimmungen, die nicht gut waren, und Rechtsordnungen, die Leben unmöglich machen.