z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jeremia

Kapitel 34

8Das °Wort, das Jeremia von Gott her erreichte, nachdem der König Zidkija einen °Bund mit dem ganzen Volk in Jerusalem geschlossen hatte, indem er eine Sklavenfreilassung ausrief: 9Alle sollten ihre hebräischen Sklavinnen und °Sklaven freilassen, damit Judäerinnen und Judäer einander nicht versklavten. 10Die ganze politische Führung und das ganze Volk, die den Bund eingegangen waren, befolgten ihn und ließen ihre Sklavinnen und Sklaven frei, dass sie nicht mehr versklavt waren. Sie befolgten den Bund und ließen die Menschen frei. 11Danach aber holten sie die freigelassenen Sklavinnen und Sklaven wieder zurück und zwangen sie wieder in die Sklaverei. 12Da erreichte Gottes °Wort Jeremia von Gott her: 13So sagt Gott, die Gottheit Israels: Ich selbst habe mit euren Eltern einen Bund geschlossen an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe: 14Am Ende jedes siebten Jahres sollt ihr, jede und jeder, eure hebräischen Verwandten freilassen, die sich dir verkauft haben. Sechs Jahre soll ein Mensch °versklavt sein, dann sollst du ihn aus der Sklaverei freilassen. Eure Eltern aber haben nicht auf mich gehört und ihr Ohr nicht geneigt. 15Ihr habt euch heute davon °abgewandt und getan, was in meinen Augen recht ist, indem ihr eine Sklavenfreilassung untereinander ausgerufen habt. Vor mir seid ihr einen Bund eingegangen in dem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist. 16Doch nun habt ihr euch erneut °abgewandt und meinen Namen entweiht. Ihr habt alle eure Sklavinnen und °Sklaven, die ihr doch ganz aus der Sklaverei freigelassen hattet, wieder zurückgeholt und sie gezwungen, euch wieder Sklavin und Sklave zu sein. 17Deshalb sagt Gott: Ihr habt nicht auf mich gehört, eine Sklavenfreilassung untereinander auszurufen. Seht, nun rufe ich eure Freilassung aus – so Gottes Spruch – für Schwert, Seuche und Hunger und mache euch zu einem Bild des Schreckens für alle Reiche der Erde. 18Die Menschen, die meinen °Bund übertraten und die an den °Worten des Bundes, den sie vor mir geschlossen haben, nicht festhielten, richte ich zu wie das Kalb, das sie in zwei Hälften teilten und zwischen dessen Teilen sie hindurchschritten, 19die politische Führung Judas und Jerusalems, die Hofbeamten, die Priester und das °Volk des Landes, die alle zwischen den Hälften des Kalbes hindurchschritten. 20Ich gebe sie in die Hand derer, die sie befeinden und ihnen nach dem °Leben trachten. Ihre Leichen werden den Vögeln des Himmels und den Tieren des Landes zum Fraß dienen. 21Auch Zidkija, den König von Juda, und die Leute seiner Regierung gebe ich in die Hand derer, die sie befeinden und ihnen nach dem °Leben trachten, und in die Hand des Heeres des Königs von Babel, das von euch abgezogen ist. 22Gebt Acht, ich gebe Befehl – so Gottes Spruch – und hole alle zurück in diese Stadt, dass sie sie bekämpfen, einnehmen und im Feuer niederbrennen. Auch die Städte Judas mache ich zur Wüste, unbewohnt.