z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jeremia

Kapitel 31

1In jener Zeit – so Gottes Spruch – werde ich allen °Familienverbänden Israels °Gott sein, und sie werden mir °Volk sein.
2So sagt Gott: Das Volk, das dem Schwert entronnen ist, fand °Zuneigung in der Wüste. Zum Ort ihrer Ruhe ist Israel nun unterwegs: 3Schon von fern ist Gott mir erschienen. Mit °immerwährender Liebe habe ich dich geliebt. Darum habe ich dir °beständige Güte geschenkt. 4Ich werde dich wieder aufrichten, du wirst weiterleben, Israel, du junge Frau. Du wirst dich wieder mit deinen Pauken schmücken und dich im Tanz der Fröhlichen wiegen. 5Du wirst wieder Weingärten pflanzen an den Berghängen Samarias. Und die, die sie pflanzen, sollen sie auch genießen. 6O ja, es kommt der Tag, an dem vom Gebirge Efraim die Wachhabenden rufen: Auf, wir ziehen hinauf zum Zion, zu Gott, unserer Gottheit.
7Ja, so sagt Gott: Freudig jubelt Jakob zu, jauchzt mit dem Ersten der °Nationen, jubelt und lasst hören: Gott hat dein Volk °gerettet, den Rest Israels. 8Seht, ich bringe sie aus dem Nordland, ich sammle sie von den Enden der Erde. Unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen. Als große °Gemeinde kehren sie hierher zurück. 9Unter Weinen kommen sie, mit Erbarmen geleite ich sie. Ich führe sie an Wasserbäche und auf geraden Wegen, wo sie nicht stürzen. Denn ich wurde Israel zum Vater und Efraim – er ist mein Erstgeborener.
10Hört das Wort Gottes, ihr °Nationen, verkündet es auf den fernen Inseln: Wer Israel zerstreut hat, der wird es wieder sammeln und wird es behüten wie Hirtenleute ihre Herde: 11Ja, Gott wird Jakob loskaufen, auslösen aus der Hand der Stärkeren. 12Die Menschen werden jubelnd hinauf zu Zions Höhe ziehen und über Gottes Wohltat werden sie strahlen: über Korn, Most und frisches Öl, über junge Schafe und junge Rinder. Sie werden einem wasserreichen Garten gleichen und nie mehr verschmachten. 13Dann wird sich die junge Frau beim Tanz freuen, zusammen mit Jung und Alt. Ich werde ihre Trauer in Jubel wandeln, sie trösten und sie froh machen nach ihrem Kummer – so Gottes Spruch. 14Ich werde °den Priestern reichlich Fett geben und mein °Volk wird sich an meiner Wohltat sättigen – so Gottes Spruch.
15So sagt Gott: Horch, in Rama ist Wehklagen und bitteres Weinen zu hören. Rahel weint um ihre Kinder, sie will sich nicht trösten lassen wegen ihrer Kinder, denn keines ist mehr da. 16So sagt Gott: Verwehre deiner Stimme das Weinen und deinen Augen die Tränen. Denn es gibt Lohn für deine Arbeit: – so Gottes Spruch – die Kinder werden aus dem feindlichen Land °zurückkehren. 17Es gibt Hoffnung für deine Zukunft: – so Gottes Spruch – die Kinder werden zurückkehren in ihre Heimat.
18Sehr eindringlich höre ich Efraim klagen: Du hast mich erzogen, doch ich ließ mich wie ein unbelehrbarer Jungstier erziehen. Lass mich °zurückkehren, dann werde ich zurückkehren, denn du bist Gott, meine Gottheit. 19Ach, nach meiner °Abkehr empfinde ich Reue. Weil ich einsichtig geworden bin, schlage ich mir auf die Hüfte: Ich spüre die Schande und schäme mich, denn ich trage die Schmach meiner Jugendzeit. 20Ist mir Efraim ein so teurer Sohn oder gar mein Liebling? Denn sooft ich auch gegen ihn redete, muss ich doch immer wieder an ihn denken. Es tobt in meinem Inneren und ich fühle Erbarmen mit ihm – so Gottes Spruch.
21Stelle dir Wegweiser auf, mach dir Wegzeichen! Richte deine °Aufmerksamkeit auf die Straße und auf den Weg, den du gegangen bist. °Kehre zurück, Israel, du junge Frau! Kehre zurück in deine Städte hier! 22Wie lange willst du dich noch zögernd verhalten, Tochter, die du zurückgebracht werden sollst? Denn Gott hat Neues im Land geschaffen: Die Frau wird den starken Mann umgeben. 23So sagt Gott der Gewalten, die Gottheit Israels: Dieser Spruch wird wieder im Lande Juda und in seinen Städten zu hören sein, wenn ich ihr Geschick zum Guten °wende: Gott segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du Berg der Heiligkeit. 24Juda und all seine Städte werden dort zusammen wohnen, Bauersleute und solche, die mit den Herden ziehen. 25Ja, ich speise die Erschöpften reichlich und sättige alle Schmachtenden.