z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 40

8»Gras vertrocknet, Blumen verwelken, aber das Wort unserer Gottheit °steht °immer wieder auf.
9Auf einen hohen Berg steige hinauf, Freudenbotin Zion! Erhebe mit Macht deine Stimme, Freudenbotin Jerusalem!
Erhebe sie, °fürchte dich nicht! Sprich zu den Städten Judas:
›Schaut, eure Gottheit!‹
10Schaut, Gott, °die Macht über uns, kommt mit Kraft, und ihr Arm übt Herrschaft aus!
Schaut, sie bringt ihren Lohn mit sich, und ihr Ertrag ist vor ihrem Angesicht.
11Wie ein Hirte seine Herde hütet, eine Hirtin im Arm die Lämmer sammelt und sie auf der Hüfte trägt,
führt sie die Mutterschafe.«
12Wer misst das Wasser mit der hohlen Hand und bestimmt den Himmel mit der Spanne, fasst mit einem Drittelmaß den Staub der Erde?
Wer wiegt mit einer Waage die Berge und die Hügel mit Waagschalen?
13Wer bestimmt die °Geistkraft Gottes,
wer soll Gott beraten und unterweisen?
14Von wem lässt Gott sich beraten, um zur Einsicht zu kommen, von wem belehren über den Pfad des °Rechts?
Von wem lässt Gott sich Erkenntnis lehren und unterweisen über den Weg der Einsicht?
15Schau, die °fremden Völker sind wie ein Tropfen am Schöpfeimer, wie ein Staubkorn auf den Waagschalen werden sie geachtet.
Schau, die Inseln: sie gelten wie ein Staubkörnchen.
16Der Libanonwald ist nicht genug für's Feuer,
seine Tiere reichen nicht für ein °Brandopfer.
17Alle °fremden Völker sind wie nichts vor Gott,
null und nichtig werden sie geachtet von Gott.
18Mit wem wollt ihr die °Gottheit vergleichen?
Mit welcher Gestalt wollt ihr sie gleichstellen?
19Das Gottesbild gießt der Handwerker, die Goldschmiedin überzieht es mit Gold
und schmiedet Silberketten daran.
20Wer nur wenig aufbringen kann für eine Weihegabe, wählt ein Holz, das nicht verfault,
sucht sich eine Person, die ihr Handwerk versteht, damit sie ein Gottesbild aufstellt, das nicht wackelt.
21Erkennt ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an erzählt worden?
Habt ihr es denn nicht begriffen von der Gründung der Erde an?
22Gott wohnt über dem Erdkreis, und die auf ihm wohnen, sind wie Heuschrecken.
Gott spannt den Himmel aus wie einen Schleier, baut ihn auf wie ein Zelt, um darin zu wohnen.
23Gott gibt die Mächtigen dem Nichts preis,
macht die, die über die Erde urteilen, wesenlos.
24Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät,
kaum hat ihr Stumpf eine neue Wurzel in der Erde,
da haucht Gott sie an und sie verdorren, ein Sturm trägt sie weg wie Spreu.
25»Aber wem wollt ihr mich vergleichen, wem bin ich gleich?«,
spricht Gott °in Heiligkeit.
26Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat dies alles erschaffen?
Eine Macht, die ihr Heer entsprechend ihrer Zahl herausführt.
Sie ruft alle beim Namen. Voll Macht und Stärke geht ihr keines verloren.
27Warum sagst du so, Jakob, und sprichst du so, Israel:
»Verborgen ist vor Gott mein Weg, mein °Recht entgeht meiner Gottheit?«
28Erkennst du es nicht? Oder hast du es nicht gehört? Die °ewige Gottheit, Gott, hat die Enden der Erde geschaffen, sie wird nicht müde noch matt. Ihre Einsicht ist unerforschlich.
29Sie gibt den Müden Kraft
und den Ohnmächtigen vermehrt sie die Stärke.
30Junge Leute werden müde und matt, Jugendliche straucheln.
31Aber die auf Gott hoffen, gewinnen neue Kraft, sie steigen auf mit Flügeln wie Adler.(249)
Sie laufen und werden nicht matt, sie gehen und werden nicht müde.