z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 39

4Josef fand °Anerkennung in seinen Augen und durfte ihn bedienen. Er ließ ihn die Aufsicht über sein Haus führen und alles, was ihm gehörte, gab er in seine Hand. 5Von dem Moment an, da er ihn in seinem Haus und über alles, das ihm gehörte, die Aufsicht führen ließ, segnete Adonaj das Haus des Ägypters um Josefs willen und Adonajs Segen ruhte auf allem, was ihm gehörte, im Haus und auf dem Feld. 6Er ließ Josef für alles, was ihm gehörte, freie Hand und nahm in seinem Beisein nichts selber wahr, außer seiner persönlichen Speise. Josef aber bekam eine schöne Gestalt und wurde schön anzusehen.
7Dann trug sich Folgendes zu: Die Frau seines Herrn warf ein Auge auf Josef und sagte: »Schlaf mit mir!« 8Er verweigerte sich aber und sagte zur Frau seines Herrn: »Schau, mein Herr nimmt in meinem Beisein nichts selbst wahr, was im Haus zu tun ist, und hat mir für alles, was ihm gehört, freie Hand gegeben. 9Er selbst ist in diesem Haus nicht größer als ich und gar nichts hat er mir vorenthalten, nur dich allein, du bist schließlich seine Frau. Wie sollte ich diese so große Bosheit begehen und mich gegen °Gott verfehlen!« 10Und obwohl sie Tag für Tag auf Josef einredete, hörte er nicht auf sie, dass er bei ihr liegen solle, um sich mit ihr zu vereinigen. 11Es war an einem solchen Tag, als er ins Haus kam, um seine Arbeit zu tun, und kein Mann, niemand von den Leuten des Hauses, war im Haus anwesend. 12Da fasste sie ihn an seinem Gewand und sagte: »Schlaf mit mir!« Doch er ließ sein Gewand in ihrer Hand und floh und lief nach draußen. 13Als sie sah, dass er sein Gewand in ihrer Hand gelassen hatte und nach draußen geflohen war, 14rief sie nach den Leuten ihres Hauses und sagte zu ihnen: »Schaut, da hat er uns einen hebräischen Mann hergebracht, dass der sich mit uns amüsiere! Er ist doch tatsächlich zu mir gekommen, um mit mir zu schlafen, aber ich habe mit lauter Stimme gerufen. 15Als er nun hörte, wie ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand bei mir und floh und lief nach draußen.« 16Sie ließ sein Gewand bei sich liegen, bis sein Herr nach Hause kam, 17und sagte zu ihm etwa diese Worte: »Da ist doch tatsächlich der hebräische °Diener zu mir gekommen, den du uns hergebracht hast, und wollte sich mit mir amüsieren. 18Als ich dann meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand neben mir liegen und floh nach draußen.« 19Als nun sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die zu ihm in solchen Worten gesprochen hatte: »Das hat dein °Diener mir angetan«, da entbrannte sein Wutschnauben. 20Josefs Herr nahm ihn und überstellte ihn ins Gefängnis, dorthin, wo die Gefangenen des Königs gefangen gehalten wurden. Dort war er nun im Gefängnis. 21Doch da war Adonaj mit Josef und wandte ihm °Freundlichkeit zu. Er schenkte ihm nämlich °Anerkennung in den Augen des Obersten des Gefängnisses. 22So gab der Oberste des Gefängnisses alle Gefängnisinsassen in Josefs Hand. Alles, was man dort tat – er war es, der es tat. 23Und der Oberste des Gefängnisses sah auf gar nichts mehr selbst, weil Adonaj mit ihm war; und was er tat, ließ Adonaj glücken.