z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 32

11nicht würdig bin ich all der °Freundlichkeiten und all der °Treue, die du deinem °Sklaven erwiesen hast. Denn nur mit meinem Stock habe ich den Jordan da überschritten, und nun sind daraus zwei Lager geworden. 12Rette mich bitte aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus! Ich fürchte mich so vor ihm, dass er kommt und mich schlägt – Mutter und Kind. 13Du hast doch gesagt: ›Gutes, nur Gutes will ich dir tun! Deine Nachkommen will ich machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann wegen der Menge.‹«
14Und er blieb in jener Nacht dort. Dann nahm er von dem, was er in seine Hand bekommen hatte, eine °Abgabe für seinen Bruder Esau: 15200 Ziegen und 20 Ziegenböcke; 200 Schafe und 20 Widder; 1630 säugende Kamele mit ihren Jungen; 40 Kühe und 10 Stiere; 20 Eselinnen und 10 Eselhengste. 17Er übergab sie seinen Sklaven und Sklavinnen, Herde für Herde, je für sich. Er sprach zu seinen °Sklavinnen: »Zieht vor meinem Angesicht her und haltet Abstand zwischen Herde und Herde!« 18Er gab Befehl für die erste und sagte: »Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: ›Zu wem gehörst du? Wohin willst du? Und wem gehören die da vor dir?‹, 19dann sollst du sagen: ›Deinem °Knecht Jakob gehört es. Es ist eine °Abgabe, gesandt an meinen Herrn und Gebieter, an Esau. Auch kommt er selbst hinter uns her‹.« 20Entsprechend befahl er auch der zweiten und der dritten und all den anderen, die hinter den Herden hergingen: »Dieser °Rede entsprechend sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr auf ihn trefft. 21Und sagt auch: ›Siehe, dein Knecht Jakob kommt hinter uns her‹.« Denn er sagte sich: »°Versöhnen will ich sein Angesicht durch die Abgabe, die vor meinem Angesicht herzieht. Danach werde ich sein Angesicht sehen, vielleicht hebt er mein Angesicht zu sich empor.« 22So ging die °Abgabe vor seinem Angesicht her, und er blieb in jener Nacht im Lager. 23Er stand auf in jener Nacht, nahm seine beiden Frauen und seine beiden Sklavinnen sowie seine elf Kinder, ging selbst über den Übergang des Jabbok, 24nahm sie dann, brachte sie über den Fluss hinüber und brachte hinüber, was er hatte. 25Doch Jakob blieb zurück, für sich allein. Da rang jemand mit ihm, bis die Morgenröte aufkam. 26Da sah er, dass er ihn nicht überwinden konnte, und berührte sein Hüftgelenk, so dass das Hüftgelenk Jakobs verrenkt wurde, als er mit ihm rang. 27Da sagte er: »Lass mich los, denn die Morgenröte kommt auf.« Und der sagte: »Ich lass dich nicht los, nur wenn du mich segnest.« 28Er sagte zu ihm: »Wie ist dein Name?« Und der: »Jakob.« 29Da sagte er: »Jakob soll dein Name nicht mehr sein, sondern Israel, Gottesstreiter, denn gekämpft hast du mit °Gott und mit Menschen und hast es gekonnt.« 30Da bat Jakob seinerseits und sagte: »Sag mir doch deinen Namen!« Und der sagte: »Wieso fragst du nach meinem Namen?« Und er segnete ihn dort. 31Da gab Jakob dem Ort den Namen Peniël, ›Angesicht Gottes‹, denn: »Ich habe Gott gesehen – von Angesicht zu Angesicht, und mein °Leben wurde gerettet.« 32Da ging für ihn die Sonne auf, als er an Penuël vorübergegangen war, er war aber ein Hinkender wegen seiner Hüfte. 33Deswegen sollen Israelitinnen und Israeliten nicht den Hüftnerv essen, der auf der Hüfte liegt – bis zum heutigen Tag, denn berührt wurde die Hüfte Jakobs am Hüftnerv.