z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 24

45Ich hatte in meinem °Inneren noch nicht zu Ende gesprochen, siehe, da kam Rebekka heraus mit ihrem Krug auf der Schulter, stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Ich sagte zu ihr: ›Gib mir bitte zu trinken!‹ 46Da nahm sie schnell ihren Krug herunter und sagte: ›Trink, und deine Kamele will ich auch tränken.‹ Ich trank und dann tränkte sie die Kamele. 47Dann fragte ich sie und sagte: ›Wessen Tochter bist du?‹ Und sie: ›Tochter Betuëls, Sohn Nahors, den ihm die Milka geboren hat.‹ Da legte ich den Ring an ihre Nase und die Reifen an ihre Arme. 48Und ich verneigte mich, fiel vor Adonaj nieder und segnete Adonaj, die Gottheit meines Herrn Abraham, die mich auf einem Wege voll °Verlässlichkeit geführt hat, um die Tochter des Bruders meines Herrn für seinen Sohn zu gewinnen. 49Und nun: Wenn ihr bereit seid, °Solidarität und Verlässlichkeit meinem Herrn gegenüber zu üben, so sagt es mir. Wenn aber nicht, so sagt es mir auch. Dann kann ich mich nach rechts oder nach links wenden.« 50Da antwortete Laban und dann Betuël und sie sprachen: »Von Adonaj geht die °Sache aus. Wir können dir weder Böses noch Gutes dazu sagen. 51Siehe, Rebekka steht vor deinem Angesicht. Gewinne sie und geh, so dass sie zur Frau des Sohnes deines Herrn werden kann, wie Adonaj gesagt hat.« 52Als Abrahams °Sklave ihre Worte hörte, da warf er sich vor Adonaj auf die Erde. 53Dann holte der Sklave Silber- und Goldgefäße und Gewänder hervor und gab sie der Rebekka. Dazu kostbare Geschenke für ihren Bruder und ihre Mutter. 54Dann aßen sie und tranken, er und die Menschen, die mit ihm waren. Sie übernachteten, und als sie am nächsten Morgen aufstanden, sagte er: »Entlasst mich zu meinem Herrn!« 55Da sagten ihr Bruder und ihre Mutter: »Das Mädchen soll noch bei uns bleiben, ein paar Tage oder zehn, dann kann sie gehen.« 56Er antwortete ihnen: »Haltet mich nicht auf, hat doch Adonaj meinen Weg glücken lassen. Entlasst mich, so dass ich zu meinem Herrn gehen kann.« 57Sie sagten: »Wir wollen das Mädchen rufen und fragen, sie hat einen eigenen Mund.« 58Und sie riefen nach Rebekka und sagten zu ihr: »Willst du mit diesem Mann mitgehen?« Und sie sagte: »Ich werde mitgehen.« 59Da entließen sie ihre Schwester Rebekka und deren Amme sowie den Sklaven Abrahams und dessen Leute. 60Sie segneten die Rebekka, indem sie zu ihr sagten: »Du, unsere Schwester – werde zu einer tausendfachen Menge, deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Hasser einnehmen.« 61Dann machte sich Rebekka mit ihren Mädchen auf, sie stiegen auf die Kamele und folgten dem Mann. So gewann der Sklave die Rebekka und zog los.
62Isaak war gerade von einem Weg zum ›Brunnen der lebendigen Schau‹ gekommen, er wohnte nämlich im Land des Negev. 63Und Isaak ging hinaus um auf dem Feld beim Anbruch des Abends zu klagen. Er hob seine Augen und schaute und sah Kamele herankommen. 64Auch Rebekka hob ihre Augen und sah den Isaak. Da fiel sie vom Kamel. 65Und sie sagte zu dem Sklaven: »Wer ist der Mann, der da, der auf dem Feld herumläuft und uns entgegenkommt?« Da sagte der Sklave: »Das ist mein Herr.« Da nahm sie das Schleiertuch und verhüllte sich. 66Dann erzählte der Sklave dem Isaak alle °Vorgänge, die er bewirkt hatte. 67Und Isaak brachte sie in das Zelt, das seiner Mutter Sara gehört hatte. Dann heiratete er die Rebekka, sie wurde seine Frau und er gewann sie lieb. So fand Isaak Trost nach dem Ende seiner Mutter.