z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 19

19sieh mal, nun hat dein °Knecht in deinen Augen °Zuneigung gefunden, groß ist deine °Freundlichkeit geworden, die du mir erwiesen hast, indem du °mich am Leben erhalten hast – doch ich, ich kann mich nicht aufs Gebirge retten, das Schlimme würde an mir haften und ich würde sterben. 20Sieh doch, die Stadt da, nah genug, dahin zu fliehen, und sie ist winzig, dahin will ich mich retten. Ist sie nicht winzig? Doch °ich könnte überleben.« 21Da wurde ihm gesagt: »Sieh, auch darin will ich auf dich Rücksicht nehmen und die Stadt, von der du sprichst, nicht umstürzen. 22Schnell, rette dich dahin, denn ich kann ja nichts tun, bevor du dort angekommen bist.« Deshalb hat diese Stadt den Namen Zoar, ›Winzigkeit‹.
23Die Sonne ging über dem Land auf und Lot war in Zoar angekommen, 24da ließ Adonaj es regnen über Sodom und Gomorra – Schwefel und Feuer, von Adonaj her, aus dem Himmel, 25das verwüstete diese Städte und den ganzen Umkreis und alle, die in den Städten wohnten, und das Grün des Erdbodens. 26Seine Frau jedoch – hinter ihm – blickte auf und wurde zur Salzsäule. 27Abraham aber machte sich am Morgen auf zu dem Ort, wo er vor dem Angesicht Adonajs gestanden hatte, 28und schaute hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Land des Umkreises, er sah hin, und siehe, aus dem Land stieg Rauch auf, wie der Rauch eines Schmelzofens. 29So geschah es, dass, als °Gott die Städte des Jordankreises vernichtete, Gott an Abraham dachte und Lot mitten aus der Katastrophe wegschickte, als die Städte umgestürzt wurden, in denen Lot gewohnt hatte.
30Lot aber stieg von Zoar aus hinauf und ließ sich im Gebirge nieder und seine zwei Töchter mit ihm, denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben. So wohnte er in der Höhle mit seinen beiden Töchtern. 31Da sagte die Ältere zu der Jüngeren: »Unser Vater ist alt, und es gibt keinen Mann im Land, der zu uns kommen könnte, wie es überall üblich ist. 32Geh zu, wir wollen unserem Vater Wein zu trinken geben und mit ihm schlafen, so dass wir durch unseren Vater Nachwuchs erzeugen.« 33Da gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in jener Nacht. Dann kam die Ältere und schlief mit ihrem Vater, und er merkte nicht, wie sie sich hinlegte und wie sie aufstand. 34Und am nächsten Morgen sagte die Ältere zu der Jüngeren: »Sieh, ich habe gestern mit meinem Vater geschlafen. Wir wollen ihm auch in dieser Nacht Wein zu trinken geben. Geh hinein und schlaf mit ihm, so dass wir durch unseren Vater Nachwuchs erzeugen.« 35Da gaben sie auch in dieser Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die Jüngere stand auf und schlief mit ihm, und er merkte nicht, wie sie sich hinlegte und wie sie aufstand. 36So wurden die beiden Töchter Lots von ihrem Vater schwanger. 37Und die Ältere gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Moab, ›Vom Vater‹. Der ist der Vater Moabs bis heute. 38Und auch die Jüngere gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Ben-°Ammi, ›Sohn meines Verwandten‹. Das ist der Vater der Söhne und Töchter Ammons bis heute.