z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Erstes Buch

Kapitel 25

1Dann starb Samuel. Und ganz Israel versammelte sich, betrauerte ihn und begrub ihn in seinem Haus in Rama. Und David machte sich auf und zog hinab in die Steppe von Paran. 2In Maon gab es einen Mann, dessen Unternehmung lag in Karmel. Der Mann war sehr reich. Ihm gehörten 3.000 Schafe und 1.000 Ziegen. Er befand sich gerade zur Schur seiner Schafe in Karmel. 3Der Mann hieß Nabal, und seine Frau Abigajil. Die Frau war von klarem Verstand und schönem Aussehen, der Mann hart und bösartig in seinen Taten. Er war ein Kalebiter. 4Nun hörte David in der Steppe, dass Nabal dabei war, seine Schafe zu scheren. 5Da schickte David zehn Knechte. Und David sagte zu den Knechten: »Zieht hinauf nach Karmel! Wenn ihr zu Nabal kommt, entbietet ihm in meinem Namen den Gruß 6und sagt: Auf ein gutes Leben! °Friede sei mit dir! Friede sei mit deinem Haus und deiner Familie! Friede sei mit allem, was dein ist! 7Nun habe ich gehört, dass du die Scherer bei dir hast. Nun, deine Hirten und Hirtinnen waren mit uns zusammen, und wir haben ihnen nichts angetan, und ihnen hat nicht das Geringste gefehlt während der ganzen Zeit, als sie in Karmel waren. 8Frage deine Leute, die werden es dir bestätigen! Möchten doch die Knechte und Mägde °Gunst in deinen Augen finden! Wir sind ja zu einem Festtag gekommen. Gib doch, was dir gerade so in die Hand fällt, deinen °Sklaven und deinem Sohn David!« 9So kamen Davids Knechte und redeten mit Nabal ganz in diesem Sinn im Namen Davids. Dann warteten sie ab. 10Und Nabal antwortete den Leuten Davids und sagte: »Wer ist eigentlich David, wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es viele Sklaven, die ihrer Herrschaft davongelaufen sind. 11Da sollte ich mein Brot und mein Wasser und das Fleisch, das ich für die Scherleute geschlachtet habe, nehmen und Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?« 12Da machten sich die Knechte Davids auf den Rückweg, kehrten um, kamen und berichteten ihm ganz in diesem Sinn. 13Da sagte David zu seinen Männern: »Jeder gürte sein Schwert um!« Da gürtete jeder sein Schwert um, auch David gürtete sein Schwert um. Dann zogen sie hinter David hinauf, ungefähr 400 Mann. 200 Mann blieben beim Tross zurück. 14Abigajil, der Frau Nabals, hatte jemand von den jungen Leuten gemeldet: »Denk nur, David hat °Boten von der Steppe her gesandt, um unsern Herrn zu segnen, und der hat sie angeschrien. 15Dabei waren die Männer sehr gut zu uns. Uns wurde nichts angetan, und wir vermissten nicht das Geringste während der ganzen Zeit, als wir mit ihnen umherzogen, während wir im Freien waren. 16Eine Schutzmauer waren sie um uns, sowohl bei Nacht als auch bei Tag, die ganze Zeit über, die wir bei ihnen die Schafe hüteten. 17Nun, sei dir bewusst und sieh zu, was du tust! Denn beschlossene Sache ist das Unheil gegen unsern Herrn und über sein ganzes Haus und seine ganze Familie. Er ist zu skrupellos, als dass man mit ihm reden könnte.« 18Da nahm Abigajil schnell 200 Brote, zwei Krüge Wein, fünf fertig zubereitete Schafe, fünf Sea(179) geröstete Körner, 100 Rosinenkuchen und 200 Feigenkuchen und packte sie auf die Esel. 19Zu ihren Leuten sagte sie: »Zieht vor mir her, ich komme dann gleich hinter euch her.« Aber ihrem Mann Nabal teilte sie nichts mit. 20So ritt sie auf dem Esel und zog im Schutz des Berges abwärts. Auch David und seine Männer, die zogen abwärts, ihr entgegen. So stieß sie auf sie. 21David sagte gerade: »In der Tat, für nichts und wieder nichts habe ich in der Steppe alles bewacht, was dem da gehört. Nicht das Geringste von seinen Sachen hat gefehlt. Und er vergilt mir Gutes mit Bösem. 22Dies und noch mehr soll Gott den Feinden Davids antun: Ich lasse bis zum Morgen nichts von dem übrig, was männlich bei ihm ist!«(180) 23Als Abigajil David sah, stieg sie schnell vom Esel. Sie fiel vor David auf ihr Gesicht und verneigte sich bis zur Erde. 24Sie fiel zu seinen Füßen und sagte: »Bei mir, mein Herr, bei mir liegt die °Schuld. Dürfte deine Sklavin doch zu dir reden, höre auf die Worte deiner Sklavin! 25Mein Herr richte doch seinen °Sinn nicht auf diesen skrupellosen Mann da, gegen Nabal! Denn wie sein Name, so ist er: Nabal ist sein Name, ein Tor, und Torheit ist bei ihm. Ich aber, deine Sklavin, ich habe die Knechte meines Herrn gar nicht gesehen, die du geschickt hattest.