z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Erstes Buch

Kapitel 15

1Und Samuel sagte zu Saul: »Mich hat der Heilige gesandt, dich zum König über sein Volk, über Israel, zu °salben. Und nun höre auf den Wortlaut der Worte Gottes! 2So spricht der Heilige, gebietend über Heere: Ich vergelte das, was Amalek Israel angetan hat, das sich ihnen in den Weg gestellt hat, als sie von Ägypten heraufzogen. 3Auf! Schlage nun Amalek! Weihe alles der Vernichtung, was zu ihnen gehört!(175) Schone sie nicht! Töte sie alle, Mann und Frau, Säugling und Kind, Rind und Schaf, Kamel und Esel!« 4Da bot Saul die °Truppe auf und musterte sie in Telaïm, 200.000 Mann zu Fuß, dazu 10.000 Mann von Juda. 5So kam Saul zur Hauptstadt Amaleks und legte einen Hinterhalt am Fluss. 6Und Saul sagte zu den Keniterinnen und Kenitern: »Auf! Entfernt euch und zieht weg von den Amalekitern, damit ich euch nicht mit ihnen dahinraffe. Ihr habt ja allen Israelitinnen und Israeliten °Gutes getan, als sie von Ägypten heraufzogen.« Da entfernten sich die Keniter von den Amalekitern. 7Dann schlug Saul Amalek, von Hawila an bis nach Schur, das Richtung Ägypten liegt. 8Und Agag, den König von Amalek, nahm er lebendig gefangen. Das ganze Volk gab er der Vernichtung durch die Gewalt des Schwertes preis. 9Doch Saul und das Volk schonten Agag und die besten Schafe und Rinder – die vom zweiten Wurf – und die Lämmer und alles, was gut war. Das wollten sie nicht der Vernichtung preisgeben. Alles wertlose und geringe Zeug, das gaben sie der Vernichtung preis. 10Da erging das Wort des Heiligen an Samuel: 11»Ich bereue es, dass ich Saul zum König eingesetzt habe, denn er ist von mir °abgewichen und hat meine Anordnungen nicht befolgt.« Da geriet Samuel in Zorn und schrie die ganze Nacht zu dem Heiligen. 12Am Morgen stand Samuel auf, um Saul entgegenzugehen. Da wurde Samuel gemeldet: »Saul ist nach Karmel gekommen, wo er sich ein Denkmal errichtet hatte. Dann ist er weggegangen, hinübergezogen und nach Gilgal hinabgestiegen.« 13So kam Samuel zu Saul, und Saul sagte zu ihm: »Gesegnet seist du von dem Heiligen! Ich habe die Anordnung des Heiligen befolgt.« 14Da sagte Samuel: »Und was ist das für ein Lärm von den Schafen in meinen Ohren? Was ist das für ein Lärm von den Rindern, den ich höre?« 15Saul sagte: »Von den Amalekitern und Amalekiterinnen haben sie sie hergebracht. Das Volk hat nämlich die besten Schafe und Rinder geschont, um sie dem Heiligen, deiner Gottheit, zu opfern. Den Rest haben wir der Vernichtung preisgegeben.« 16Da sagte Samuel zu Saul: »Lass es sein! Ich will dir mitteilen, was der Heilige letzte Nacht zu mir geredet hat.« Er sagte zu ihm: »Sprich!« 17Und Samuel sagte: »Ist es nicht so: Obwohl du selbst weißt, dass du gering bist, bist du das Haupt der Stämme Israels, und der Heilige hat dich zum König über Israel gesalbt. 18Und der Heilige hat dich auf den Weg gesandt und gesagt: Auf, weihe Amalek, diese °Übeltäter, der Vernichtung und bekämpfe sie, bis du sie beseitigt hast! 19Warum hast du nicht auf die Stimme des Heiligen gehört, bist über die Beute hergefallen und hast getan, was dem Heiligen missfällt?« 20Da sagte Saul zu Samuel: »Ich habe ja auf die Stimme des Heiligen gehört und bin auf dem Weg gegangen, auf den der Heilige mich gesandt hat. Ich habe Agag, den König von Amalek, hergebracht, Amalek aber habe ich der Vernichtung preisgegeben. 21Und das Volk nahm von der Beute Schafe und Rinder, das Beste dessen, was der Vernichtung geweiht war, um es dem Heiligen, deiner Gottheit, in Gilgal zu opfern.« 22Da sagte Samuel:
»Hat der Heilige Gefallen an °Ganz- und °Schlachtopfern wie am Gehorsam gegenüber der Stimme des Heiligen? Siehe! Hören ist besser als Schlachtopfer, Gehorchen besser als das Fett von Widdern. 23Ja, wie die °Sünde des Wahrsagens ist Widerspenstigkeit, wie Trug und Götzendienst ist Eigensinn. Deshalb: Weil du das °Wort des Heiligen verworfen hast, hat er dich als König verworfen.«
24Da sagte Saul zu Samuel: »Ich habe mich °verfehlt. Ja, ich habe den Befehl des Heiligen und deine Worte übertreten. Ja, ich habe mich vor den Leuten °gefürchtet und auf ihre Stimme gehört. 25Nun heb doch meine Verfehlung auf und °kehre mit mir zurück, dass ich mich vor dem Heiligen niederwerfe.«